Video- und Datenprojektion

 

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Empfehlungen zu Beschaffung und Einsatz von

Video- und Datenprojektoren für Unterrichtszwecke

 

  1. Vorbemerkung

  2. Gegenwärtige Marktsituation

  3. Lichtstärke

  4. Auflösung

  5. Daten-Projektion

  6. Video-Projektion

  7. Raumausstattung

  8. Beschaffungsempfehlungen

  9. Wartungshinweise

10. Glossar der Fachbegriffe

 

1. Vorbemerkung

 

 Je nach den Schwerpunkten im Medieneinsatz, der Größe des Projektionsraumes bzw. der Projektionsfläche und den Lichtverhältnissen müssen unterschiedliche Gerätetypen eingesetzt werden. Den Allround-Projektor gibt es nicht ! Auch der Schluss "Je teurer das Gerät, desto besser das Bild" ist irreführend. Im Gegenteil: Bei bestimmten Gegebenheiten bringen teurere Geräte, die dann heller oder höher auflösend sind, schlechtere Projektionsergebnisse. Die folgenden Erläuterungen sollen Hilfestellung bei der Geräte-Auswahl geben.

 

2. Gegenwärtige Marktsituation

 

Wie bei anderen elektronischen AV-Geräten, die in Schulen verwendet werden (Fernsehgerät, Videorekorder, Camcorder, DVD-Player usw.) findet auch bei den Daten-/Videoprojektoren keine eigenständige Entwicklung für den Schulsektor statt. Die meisten Video-/Datenprojektoren werden konzipiert, um neben stationärem Einsatz in Schulungs- und Konferenzräumen im mobilen Einsatz Firmen und deren Angebote zu präsentieren (Kundenbesuche, Messestände etc.). Für diesen Anwenderkreis werden die Projektoren immer kleiner, leichter, heller und höher auflösend entwickelt. Die neuesten Projektoren haben eine Standfläche, die kleiner als das DinA4-Format ist.

Auch für den Bildungsbereich ist diese Entwicklung attraktiv und vorteilhaft, nicht zuletzt deshalb, weil die Geräte trotz der technischen Neuerungen immer preisgünstiger angeboten wurden.

Mit dem gegenwärtigen Stand ist jetzt allerdings ein Stadium erreicht, in dem vermeintlicher "Fortschritt" für die Schulen auch Nachteile mit sich bringen kann.

Um die Projektoren weiter zu verkleinern, müssen sie immer kompakter gebaut werden, also mit weniger Zwischenräumen zwischen den einzelnen Bauteilen. Dadurch wird es immer schwieriger, die entstehende Lampenhitze aus dem Gerät herauszuführen. Entweder muss der eingebaute Ventilator (oder mehrere) leistungsfähiger und damit lauter werden oder es entsteht Wärmestau, der möglicherweise zur vorzeitigen Alterung der Displays führen kann. Die Gefahr, das Lüfter zudem vorzeitig verschmutzen (Hauptursache: Staub und hohe Luftfeuchtigkeit in schlecht gelüfteten Klassenräumen), erhöht sich, je kompakter sie gebaut werden. Langzeiterfahrungen mit solchen ultrakompakten Geräten unter schulischen Bedingungen gibt es noch nicht.

 

3. Lichtstärke

 

Eine Maßzahl, die heute oft im Mittelpunkt der Entscheidungskriterien für die Auswahl eines Projektors steht, ist der Lumen-Wert, das Maß für den Lichtstrom. Dieser Wert wird in ANSI-Lumen angegeben, wenn bei der Messung die Vorgaben des amerikanischen nationalen Instituts für Standardisierung eingehalten wurden.

Nach der Devise "je heller, desto besser" ist für die Hersteller und Verkäufer von Projektoren "Helligkeit" oft ein zentrales Werbeargument und ihre Kunden hören erfreut, mit 2000 oder mehr ANSI-Lumen könne man auch bei Tageslicht exzellente Bilder projizieren. Diese Aussage ist physikalisch irreführend. „Exzellent" wird eine Projektion bei Tageslicht nie. Allenfalls Teilbereiche der Daten-Projektion lassen sich in hellen Räumen einigermaßen zufrieden stellend lösen, wenn auf Farbechtheit, Kontrast und Tiefenschärfe kein großer Wert gelegt werden muss.  Texte, Tabellen, Grafiken und auch ein Firmenlogo lassen sich z.B. gut erkennbar auch in einem hellen Raum darstellen. Sobald aber fotorealistische Bilder oder Film bzw. Video in guter Qualität projiziert werden sollen, ist Verdunkelung aus physikalischen Gründen zwingend notwendig (s.u. Punkt 6.)

 Die für die Projektion notwendige Lichtstärke richtet sich bei dunklen Räumen primär nach der Größe des Bildes und der Beschaffenheit der Projektionsfläche (Reflektionsgrad). Ein zu lichtstarker Projektor verursacht beim Betrachter Augenbeschwerden, er überstrahlt die Bildinhalte heller Stellen und macht Details in dunkleren Stellen unsichtbar.

Die Maßzahl ANSI-Lumen bei einem Projektor ist für sich allein genommen noch keine Garantie für eine gute Bildqualität. Sie macht erst Sinn in Bezug auf die Bildgröße, die Lichtverhältnisse und die Art der projizierten Bilder.

 

4. Auflösung

 

Darunter versteht man die Anzahl der Bildpunkte , aus denen sich das projizierte Bild zusammensetzt. Ein guter LCD-Projektor enthält dazu 3 Displays, auch Panels genannt, je eines für die Grundfarben Rot, Grün und Blau (- preiswerte, lichtschwächere Geräte besitzen bisweilen nur ein Display -). Die Panels werden durchleuchtet und die auf ihnen angebrachten kleinen Lichtventile erzeugen auf der Leinwand das Bild, wobei jeder der so entstehenden Bildpunkte (Pixel) von jeweils einem roten, einem grünen und einem blauen Pixel aufgebaut wird.

 Die Anzahl und die Anordnung der Pixel auf den Panels und damit auch der entstehenden Bildpunkte auf der Leinwand liegt also bei jedem LCD-Projektor fest. Sie entspricht jeweils einem der bekannten Grafik-Modi:

 

 

 

   VGA              640 x   480    Bildpunkte

SVGA               800 x   600    Bildpunkte

   XGA            1024 x   768    Bildpunkte

SXGA            1280 x 1024    Bildpunkte

WXGA            1280 x   800    Bildpunkte (16:10 widescreen)

FullHD           1920 x 1200    Bildpunkte (HDTV/BlueRay)

 

 

 

Reine VGA-Datenprojektoren sind seit 1999 völlig vom Markt verschwunden. Was die Auflösung betrifft, ist mit der gegenwärtigen Entwicklung ein Punkt erreicht, wo mehr nicht immer gleichzeitig auch besser bedeutet. Die teureren XGA-Projektoren sind z.B. für die Wiedergabe von Filmen (Video/DVD) nicht so gut geeignet wie SVGA-Geräte. Dies hängt mit der bei uns verwendeten Fernsehnorm PAL zusammen.

 

5. Datenprojektion

 

Lern-Software auf CD-ROMs ist entweder im VGA- oder im SVGA-Modus konzipiert, ebenso die meisten Internetseiten. Bei höherer Auflösung wären kleine Details oder kleine Schriften auf einem 15"- oder 17"-Monitor nur noch sehr schwer zu erkennen. Der SVGA-Modus bestimmt heute noch weitgehend den schulischen Alltag.

 Im schulischen Einsatz ist deshalb ist für die Projektion solcher Inhalte auf eine Leinwand ein XGA-Projektor nicht erforderlich. Außerdem kann jeder SVGA-Projektor bei Bedarf den XGA-Modus in komprimierter Form gut darstellen, sodass auch für die Fälle, in denen Daten mit der Auflösung XGA gezeigt werden sollen, eine Projektionsmöglichkeit gegeben ist.

 Selbstverständlich wollen manche Hersteller oder Anbieter lieber ein teureres Gerät verkaufen und argumentieren deshalb, XGA-Projektoren seien derzeit am meisten gefragt und man solle sich doch nicht mit der schon "veralteten" SVGA-Technik begnügen.

 Ein XGA-Gerät setzt das projizierte Bild aus 1024 x 768 = 786.432 Bildpunkten zusammen. Wenn man mit ihm überwiegend Seiten im SVGA-Modus darstellt, die aus 800 x 600 = 480.000 Bildpunkten zusammengesetzt sind, bedeutet dies, der Projektor muss ständig 306.432 nicht vorhandene Bildpunkte rechnerisch „dazuerfinden", um formatfüllend zu arbeiten. Das bringt bei wesentlich höheren Anschaffungskosten keinerlei Verbesserung, eher eine Verschlechterung der Bildqualität.

 Die Beschaffung eines teureren XGA-Projektors ist deshalb lediglich für solche Schulenarten angezeigt, die überwiegend mit Programmen arbeiten, die in nur in diesem Grafikmodus gut darstellbar sind (z.B. CAD-Anwendungen).

 

6. Videoprojektion

 

Von allen Geräten ist ein im SVGA-Modus (ohne Komprimierung) arbeitender Projektor für die Wiedergabe von Videofilmen (VHS-Kassette und DVD) am besten geeignet. Ein Vergleich der Grafik-Modi SVGA und XGA und der deutschen Fernsehnorm PAL macht das deutlich:

 

PAL                  768 x 576         Bildpunkte   (TV-Norm ist knapp unter SVGA)

SVGA               800 x 600         Bildpunkte

XGA               1024 x 768         Bildpunkte

 

 Ein SVGA-Projektor kann die Fernsehnorm PAL fast identisch formatfüllend abbilden, ein XGA-Projektor muss zusätzliche Bildpunkte rechnerisch erzeugen. Das führt insbesondere bei Linien und Kanten oft zu Verwerfungen und damit zu Unschärfen.

Ein anderer sehr wichtiger Gesichtspunkt bei der Projektion von Filmen ist die Beleuchtungssituation im Raum.

 

 

 

Nicht umsonst ist es im Kino dunkel“   oder

Man kann auf eine graue Wand keine schwarzen Bilder projizieren“

 

 

 

„Weil moderne Geräte so lichtstark sind, ist eine Verdunkelung nicht mehr notwendig.“ Mit dieser Aussage werden heute oft Projektoren angepriesen. Im Bezug auf die Projektion von Filmen und Fotos ist diese Aussage verhängnisvoll irreführend.

Betrachtet man eine Projektionsfläche in einem nicht verdunkelten Raum, so sieht man je nach einfallendem Licht eine verwaschen "dunkelweiß" oder „hellgrau“ erscheinende Fläche. Diese Fläche wird während der zusätzlichen Projektion nie dunkler, ist somit dann das "Film-Schwarz". Von hier aus muss der Projektor Farben, vor allem aber Kontraste und Tiefenschärfe aufbauen - selbst das teuerste Gerät kann nicht Schwarz auf einer grauen Leinwand erzeugen oder Licht von der Leinwand absaugen. "Schwarz" heißt bei einer Projektion immer nur, an diese Stelle der Leinwand trifft kein oder kaum zusätzliches Licht auf. Selbst wenn wir bei einer Projektion im hellen Raum „dunklere“ Stellen dann subjektiv als "schwarz" interpretieren, werden die Bilder kontrastarm, flach, ohne Brillanz und ohne nennenswerte Tiefenschärfe.

 

 

Den Schul-Architekten deshalb ins Stammbuch:

 

Auch in Zukunft muss ein Projektionsraum (Video, Daten, Dias etc.) komplett verdunkelbar (nicht nur „abdunkelbar“) sein!  Auch in diesem Zustand benötigt der Raum eine dauerhaft gut funktionierende Be- und Entlüftung !

 

 

 

 

7. Raumausstattung

 

Projektionsfläche

 

 Für alle Projektionen (Video-, Daten-, Dia- , Overhead- oder Filmprojektion) gilt:

Projizieren Sie auf eine Fläche, die für einen normalgroßen Klassenraum mindestens ein ca. 2 m breites Bild ermöglicht. Eine getönte oder nur grob verputzte Wand verfälscht die Projektion; die schräg an Tafeln montierten 140x140 cm großen Projektions-Platten sind nicht einmal für Overhead-Projektionen ausreichend, wenn kleinere Schriften bis ans Raumende lesbar sein sollen.

 Je größer das Projektionsbild, umso besser. Eine mattweiß gestrichene, glatt verputzte Wand ist besser als die davor hängende wellige und verschmutzte Textil-Leinwand. Das Projektionsbild darf getrost „bis unter die Decke“ reichen. Bei ordentlicher Lichtleistung und Verdunklung kann auf stark reflektierende Leinwände verzichtet werden.

 

Beleuchtung

 

 Wie bereits ausgeführt, können farbechte, kontrastreiche und tiefenscharfe Bilder nur bei ausreichender Verdunkelung erzeugt werden. Bei Datenprojektion muss der Raum allerdings beleuchtbar sein, wenn gleichzeitig Unterlagen bearbeiten werden sollen.

 Um bei jedem Licht und zu allen Unterrichtssituationen einen Projektor methodisch effizient einsetzen zu können, muss der Unterrichtsraum also komplett verdunkelbar, aber bei Bedarf auch variabel (Dimmer) und gezielt (Leseleuchten nah am Arbeitsplatz oder Spots mit gezielten Lichtkegeln) beleuchtbar sein. Ziel ist hier maximale Arbeitsfeldbeleuchtung bei minimalem Streulicht auf die Projektionsfläche. Die Investitionen in diesem Bereich sind ebenso wichtig wie die Beschaffung des Projektors selbst.

 

8. Beschaffungsempfehlungen

 

 Video- und Datenprojektoren für den schulischen Einsatz kosten je nach Leistungsdaten und Ausstattung ab 1.000 € bis weit über 5.000 €. Der lokale Fachhandel hat hier leider nur ein begrenztes Angebot. Gerne können Sie Projektionsgeräte verschiedener Leistungsklassen bei uns zu Testzwecken ausleihen und sich bei uns beraten lassen.

 Das Stadt- und Kreismedienzentrum Freiburg und das Landesmedienzentrum führen in unregelmäßigen Abständen Sammelbestellungen für aktuelle schulgerechte Projektoren durch. Hier lassen sich bis zu 25% gegenüber den aktuellen Listenpreisen einsparen; zudem erübrigt sich dann die bei Beschaffungen in solchen Größenordnungen notwendige Ausschreibung. Gerne informieren wir Sie über aktuelle Sammelbestellungen bzw. vermitteln die entsprechenden Kontakte.

 

9. Wartungshinweise

 

 Video- und Datenprojektoren sammeln im Betrieb durch den starken Luftdurchsatz der Ventilatoren Staubpartikel im Gehäuseinneren und im Bereich der Lüftereinheiten an. Dies gilt besonders bei höherer Luftfeuchtigkeit (Klassenzimmer-Situation !). Schwergängige bzw. blockierte Lüftereinheiten können wegen Überhitzung zur Zerstörung der Lampe und/oder zu massiven Schäden im Gehäuseinneren führen.

 Wir empfehlen daher dringlich, Projektoren im schulischen Dauereinsatz einmal jährlich gründlich zu reinigen bzw. reinigen zu lassen. Hierzu muss das Projektorgehäuse geöffnet, die Staubpartikel abgesaugt und dann der Restschmutz vom Geräteinneren nach außen mit hohem Luftdruck ausgeblasen werden.

 

Rudolf Schöps, Kreismedienzentrum Waldshut

 

10. Glossar

 

ANSI-Lumen: Maßeinheit für die Bildhelligkeit der LCD- Projektoren, gemessen nach ANSI (American National Standards Institute). Eine 1 qm große Fläche auf der Projektionswand wird in 9 gleich große Rechtecke eingeteilt.

 Der mathematische Durchschnitt der Lichtstärke im Zentrum jedes Feldes ergibt die ANSI-Lumen-Zahl.

Auflösung: Anzahl der Displaypunkte (Pixel) in horizontaler und vertikaler Richtung. Eine optimale Bildqualität bei der LCD-Projektion wird erreicht, wenn die Einstellung der Grafikkarte des PCs mit der Auflösung des LCD-Projektors übereinstimmt.

AutoSetup/AutoSynch: Der Projektor erkennt die angeschlossene Quelle und stellt sich automatisch auf sie ein.

BNC: Eine im Profi-Videobereich sehr häufig genutzte Steckverbindung, die sich durch hervorragende mechanische Belastbarkeit auszeichnet.

CE: Prüfsiegel, das alle elektrischen und elektronischen Geräte, die seit dem 01.01.96 in der EU in den Verkehr gebracht wurden, tragen müssen. Gibt Auskunft über die elektromagnetische Verträglichkeit der Geräte.

Cinch: Für die Übertragung von Video- und Audiosignalen häufig genutzte Steckver-bindung.

DMD: (Digital Mirror Device) Der DMD-Chip von Texas Instruments ist das Herzstück der DLP-Technologie.Durch über 500.000 beweglich gelagerte Mikrospiegel werden Störungen wie Flimmern, Pixelrasterung und Rauschen ausgeschaltet. Das Bild erscheint brilliant und naturgetreu. Er sorgt für homogenes Bild ohne Pixel- bzw. Zeilenstruktur, videooptimiertes Projektionssystem unterstützt reaktionsschnell Bildveränderungen, hohe Helligkeit und Geräte mit geringen Abmessungen möglich.

Freeze: "Friert" das aktuelle Projektionsbild ein, so dass Programmänderungen, vom Zuschauer unbemerkt, durchgeführt werden können.

Horizontalfrequenz: Gibt an, wie viele Zeilen pro Sekunde angesteuert werden können (in kHz).

IR-Maus-Fernsteuerung: Die Computer-Maus kann über die Fernbedienung des Projektors gesteuert werden.

Keystone-Korrektur: Selbst bei steiler Aufwärtsprojektion verlaufen die Seitenlinien des Projektionsbildes parallel. Dadurch ist optimale Lesbarkeit garantiert.

Klinke: Steckverbindung, die in erster Linie für Kopfhörer- und Mikrofonanschluss genutzt wird.

Komprimierung: Viele Projektoren können Daten in höherer Auflösungen darstellen, als sie selber haben. Dabei werden einfach

Spalten und Zeilen weggelassen. Da die Bildqualität darunter leidet, haben die Hersteller spezielle Komprimierungs-verfahren entwickelt, die versuchen, Komprimierungen mit möglichst wenig Informationsverlust durchzuführen.

Kontrast: Gibt das Verhältnis zwischen Schwarz und Weiß in einem Bild wieder. Je höher der Wert, desto kontrastreicher und somit schärfer ist das Bild.

Konvergenz: Deckungsgleichheit der 3 LCD-Panels (rot, grün, blau) in einem Projektor. Bei Konvergenzproblemen wirkt das Bild unscharf und es können Farbränder auftreten.

LCD:. Flüssigkristallanzeige (Liquid Crystal Display), bekannt von Taschenrechner oder Handy.

Manueller Zoom: Die Größe des Bildes wird per Hand direkt am Objektiv eingestellt.

Microlens-Technologie: Vor den LCD-Panels der Projektoren sitzen Mikrolinsen, die die Aufgabe haben, das Licht auf die einzelnen Pixel zu bündeln und zwischen den Transistoren durchzuschleusen, so dass der Lichtverlust möglichst gering ist. Durch diese Technologie erreicht man bei gleicher Lampe eine wesentlich höhere  ANSI-Lumen-Zahl.

Motor-Zoom: Die Größe der Bildes kann per IR- Fernbedienung eingestellt werden. (Bei Deckenmontage hilfreich.)

OSD: On Screen Display. Statusanzeige, die in das Projektionsbild eingeblendet wird und alle aktuellen Werte wie angeschlossene Quelle, Helligkeit, Kontrast etc. anzeigt.

Pixel: "Picture Element". Kleinster ansteuerbarer Bildpunkt.

RS 232: Schnittstelle, die eine Kontrolle des Projektors über Computer oder Steuerungsgeräte wie AMX oder Creston ermöglicht

Rückprojektion: Seitenverkehrte Darstellung für Projektion im Durchlichtverfahren. Erfordert spezielle Rückprojektionsleinwände .

SCART: Auch EURO-AV-Anschluss genannt. Mit nur einer Steckverbindung überträgt das maximal 21polig belegte Kabel alle Audio- und Videosignale. SCART ist S-Video und RGB-tauglich.

TFT: Projektionssysteme mit Single TFT Displays eignen sich sehr gut für den Einsatz in der Datenprojektion. Die TFT (Thin-Film-Transistor) Aktiv-Matrix-Technik zeichnet sich durch eine klare Bildwiedergabe und die gute Darstellung von schnellen Bewegungsabläufen aus. Dahinter verbirgt sich folgende Technik: Auf der Oberfläche des Displays befinden sich sogenannte Pixel, die jeweils drei Farbtransistoren beinhalten. Jeder dieser äußerst schnell ansteuerbaren Transistoren projeziert eine der drei Grundfarben rot, grün oder blau, die in der Lichtdurchlässigkeit variert werden können.