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Kreismedienzentrum Waldshut Ozon & Luftqualität Was
gilt bei uns und in
anderen Ländern? Welche Grenzwerte haben welche Bedeutung? Wo erhalte ich aktuelle
Messdaten? Zusammenstellung relevanter
Informationen und Links |
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Baden-Württemberg (aus
„Kultus
und Unterricht“, 1993) Etwa
10% der Bevölkerung reagieren empfindlich auf Ozon. Asthmatiker und Herz-Kreislauf-Kranke
stellen eine besondere Risikogruppe dar. Bei Ozonwerten bis 180 μg/m³
sind im Allgemeinen keine besonderen Verhaltensempfehlungen erforderlich. Bei
Ozonwerten über 180 μg/m³ wird auf der Grundlage einer entsprechenden
EG-Richtlinie folgende Empfehlung gegeben: „Personen, die besonders
empfindlich auf Ozon reagieren, wird vorsorglich empfohlen, ungewohnte,
körperlich anstrengende Tätigkeiten im Freien zu vermeiden. Von besonderen
sportlichen Ausdauerleistungen wird abgeraten. “Werden Ozonwerte von 360
μg/m³ überschritten, wird der gesamten Bevölkerung empfohlen, ungewohnte
körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Angemessen ist daher, bei
erhöhten Ozonkonzentrationen im Sportunterricht – auf die Ausübung von
Ausdauersportarten wie Langlauf oder Ausdauertraining zu verzichten, – keine
Höchstleistung an solchen Tagen zu erwarten, – in den Anforderungen an die
Schüler Rücksicht auf besonders empfindliche Personen zu nehmen, – den
Unterricht gegebenenfalls in die Sporthalle zu verlegen. Schulsportfeste und
Ausflüge müssen trotz erhöhter Ozonkonzentration nicht ausfallen, sofern
damit keine körperlichen Belastungen verbunden sind, die der Ausübung von
Ausdauersportarten oder Ausdauertraining entsprechen. Auf temperaturbedingte
Kreislaufbelastungen ist Rücksicht zu nehmen. (Hinweise des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport
auf sportliche Aktivitäten bei hohen Ozonwerten im nichtamtlichen Teil des
Amtsblatts KuU, S. N 71 / 1.10.1993) Oberösterreich (Schulanschreiben des Landesschulrates
Juli 2006) Informationsschwelle: Wird die Schwelle einer
Ozonkonzentration von 180 μg/m³ als Einstundenmittelwert an einer
Messstelle im Überwachungsgebiet überschritten, besteht bei kurzfristiger
Exposition ein Risiko für die menschliche Gesundheit für besonders
empfindliche Bevölkerungsgruppen. Es ist mit Überschreitungen der
Informationsschwelle in der Größenordnung von bis zu 40 Tagen pro Jahr zu
rechnen. Alarmschwelle: Wird die Schwelle einer
Ozonkonzentration von 240 μg/m³ als Einstundenmittelwert an einer
Messstelle im Überwachungsgebiet überschritten, besteht bei kurzfristiger
Exposition ein Risiko für die menschliche Gesundheit für die
Gesamtbevölkerung. Für den
Schulbetrieb bedeutet das Überschreiten der Informationsschwelle nur bei
Auftreten von konkreten Symptomen, wie Kurzatmigkeit, Brennen in den Augen
und im Nasen- und Rachenraum: Keine Aktivitäten im Freien im Rahmen von
Bewegung und Sport als Unterricht, Schulveranstaltung, Schulbezogene
Veranstaltung, Schulwettkampf, Tagesbetreuung, Pause oder Projekt! Der
gefährdete Personenkreis sollte ungewohnte und starke Anstrengungen im
Freien, insbesondere in den mittags und Nachmittagsstunden, vermeiden.
Weitere individuelle Schutzmaßnahmen sind erst bei Überschreiten der
Alarmschwelle erforderlich. Auszug aus „Was Kinder
einatmen“ (Berlin-Brandenburgische
Akademie der Wissenschaften) „ …
Kinder reagieren auf Luftschadstoffe weitaus empfindlicher als Erwachsene.
Wesentliche Gründe dafür sind, dass sie im Verhältnis zu ihrer Körpergröße eine deutlich höhere Atmungsaktivität haben
als Erwachsene, |
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sie
reagieren auf Reizungen und kurzzeitige Belastungen erheblich rascher und
intensiver, da körpereigene Abwehrfunktionen noch nicht so stark ausgebildet
sind. Schwellungen der Lungenschleimhaut wirken sich bei Kindern besonders
verhängnisvoll aus, weil der Durchmesser ihrer Lungenflügel erheblich kleiner
ist als bei Erwachsenen. Kinder atmen Auspuffgase direkter ein als Erwachsene
- einfach weil sie kleiner sind. Doch bei der Festsetzung der Grenzwerte wird
bis heute ein gesunder, 70 Kilogramm schwerer Mann im besten Alter
herangezogen…“ „…
Schadstoffmessungen in 'Kindernasenhöhe' setzen sich mit dem Alltag
auseinander und dokumentieren die typische Situation von Kindern auf ihrem
Weg zum Kindergarten oder zur Schule. Die Schadstoffe haben sich in Bodennähe
noch nicht verteilt, sind mit der Umgebungsluft noch nicht vermischt und
sinken allein durch die Schwerkraft in Bodennähe. Die Konzentrationen
schwanken erheblich: Kurzzeitige Belastungsspitzen treten häufiger auf und
sind höher. So ist die Belastung in der Messhöhe von 1,20 Meter zuweilen
doppelt so hoch wie in der amtlichen Ansaughöhe von 4,50 Meter. Die von
Medizinern bewerteten Messergebnisse belegen, dass die Risiken durch
Autoabgase bisher weitgehend unterschätzt worden sind…" (siehe auch |
Foto: KMZ Waldshut LUBW-Messstation in Waldshut Die Waldshuter Messstation wurde
im Rahmen der Bebauung des Bahnareals an den Ostrand des SBG-Geländes versetzt.
Sie entnimmt wie die meisten Messstationen in Baden-Württemberg die
Luftproben aus einer Höhe von ca. 3,5 Meter über dem Boden. |
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