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Dreh- und
Angelpunkt der Pädagogischen Schulentwicklung ist die systematische Reform der Unterrichtsarbeit mit der doppelten
Zielsetzung, zum einen die Schüler/innen zeitgemäßer und effektiver als
bisher zu qualifizieren sowie zweitens durch die Kultivierung neuer
Lernformen eine spürbare Entlastung für die verantwortlichen Lehrkräfte zu
erreichen. Methodentraining, Kommunikationstraining, Teamentwicklung sowie
die konsequente Förderung des eigenverantwortlichen Arbeitens und Lernens der
Schüler/innen im Unterricht sind die besonderen Markenzeichen Pädagogischer
Schulentwicklung. Zur Umsetzung dieses Reformkonzepts erhalten die
betreffenden Schulkollegien vielfältige Unterstützung: Training, Materialien,
Vorträge und praktische Innovationsberatung für Steuerungs-, Klassen- und
Fachteams.
Wir bieten Ihnen
zum Selbststudium gegenwärtig fünf verschiedene aktuelle Video-Produktionen an, die einen guten Einstieg in Klipperts Ansatz zur Pädagogischen Schulentwicklung
bieten: In „Für die Zukunft lernen“
(42 70723) liefert Klippert
selbst den theoretischen Hintergrund, in „Schule entwickeln – Unterricht gestalten“
(42 72635) wird die Umsetzung in die
Unterrichts-Praxis veranschaulicht, in Die Lernoffensive Schule & Co.
(42 72554) wird am Beispiel des Lise-Meitner-Gymnysiums
Leverkusen die erfolgreiche Umsetzung des NRW-Reformkonzeptes vorgestellt,
die Videoproduktion „Klipperts
Unterrichtsreform – Lehren und Lernen auf neuen Wegen“ (42 72623) dokumentiert die aktuelle Umsetzung der Pädagogischen
Schulentwicklung anhand von Unterrichtsbeispielen und Interviews aus Rheinland-Pfalz, Berlin, NRW und Hessen und der
Videofilm „Neue Wege zur Lernkompetenz“ (42 72701) veranschaulicht Klipperts Trainingsmethoden an Berliner Schulen. Weiter unten finden Sie: ► Weitere Kontextinformationen zu Klipperts
Modell ► Multimediale Links (u. a. Klipperts
Vortrag vom März 2002 in Tirol als Streaming-Audio) |
Unser
Medienangebot im Einzelnen
▲ Seitenanfang
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105 min/ Farbe D 2001
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42 70723 Für die Zukunft lernen
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Wenn die Schulen dazu da sind, dass die Kinder etwas
lernen, dann muss man ihnen zuallererst beibringen, wie man lernt. Und den
Lehrern muss man beibringen, wie man das Lernen lehrt." |
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30 min/ Farbe
Sage es mir, und ich werde
es vergessen, und ich werde
es behalten, und ich werde
es verstehen.
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42 72635 Schule entwickeln -
Unterricht gestalten!
Dr. Heinz Klippert, Dozent am
Erziehungswissenschaftlichen Lehrerfort- und Weiterbildungsinstitut in
Landau/Pfalz plädiert für neue Formen des Lehrens und Lernens als Kern der
Schulentwicklung. Unterricht soll vom
eigenverantwortlichen Lernen bestimmt werden. Dazu sind
Schlüsselqualifikationen erforderlich, zu denen Klippert
Trainingsprogramme entwickelt hat. |
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35 min/ Farbe
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42 72554 Die Lernoffensive Schule & Co.
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58 min/ Farbe
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42 72623 Klipperts Unterrichtsreform
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45 min/ Farbe
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42 72701 Neue Wege zur
Lernkompetenz
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WEITERE
KONTEXT-INFORMATIONEN
▲
Seitenanfang
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Rezension von Jörg Nädelin, Akademiereferent zu: Heinz Klippert: Pädagogische Schulentwicklung. Planungs- und
Arbeitshilfen zur Förderung einer neuen Lernkultur, Weinheim 2000. ISBN
3-407-62405-0 Schulentwicklung
tut Not. Das ist der erste Satz des Autors. Dabei denkt Klippert
an eine stärkere Entlastung und an mehr Berufszufriedenheit für die
Lehrerinnen und Lehrer. Sein Weg zu einer pädagogischen Schulentwicklung
vermeidet eine umfassende systemische Betrachtungsweise mit den
einhergehenden umfassenden Prozessen einer Organisations- und
Personalentwicklung wie sie H.G. Rolff und andere
vorschlagen. Der damit verbundene Zeit- und Arbeitsaufwand in der
vielschichtigen Auseinandersetzung mit dem System Schule erreiche das
alltägliche Unterrichtsgeschäft kaum und bringe somit zu wenig für den
Lehrer. Die Erfahrung zeige, dass Kollegien Innovationsbedarf haben, aber
dieser soll möglichst konkrete Hilfe zur Bewältigung des Schulalltags
liefern. Klipperts Ansatz ist eine konkret auf den Unterricht bezogene
Schulentwicklung, die sich auf eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen der
Schüler in den Teilen der Methodenkompetenz, Teamfähigkeit und damit in der
kommunikativen Fähigkeit ausrichtet. Diese Inhalte kennt man aus seinen
bisher veröffentlichten Büchern. Auch das "Neue Haus des Lernens"
wie Klippert es nennt und in einem anschaulichen Video
"Schule entwickeln – Unterricht gestalten" des Südwestfunks
Baden-Baden hinlänglich bekannt ist, wird in einem ersten Kapitel
erläutert und begründet und dazu auf aktuelle Befunde der Unterrichtsforschung
eingegangen. Im zweiten Kapitel umreisst der Autor
das Grundkonzept seiner Pädagogischen Schulentwicklung. Es folgt die
Umsetzung einer solchen Entwicklung an der Einzelschule mit einer
Teamfortbildung der Lehrkräfte und mit einer systematischen Methodenschulung
in Trainingsseminaren. Im vierten Teil werden die notwendigen und die sich
bewährten Rahmenbedingungen umrissen. Detailliert wird geschildert, wie sich
Pädagogische Schulentwicklung im konkreten Unterricht niederschlägt. Im
vorletzten Kapitel kommen Schulen aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen
zu Wort, die seit einem Jahr dieses PSE-Programm
umsetzen. Im letzten Teil werden einige politische Schlussfolgerungen und
Anregungen formuliert. Während
im ersten Kapitel häufige Aussagen wiederholt werden, was etwas störend ist,
zeigt Klippert in den nachfolgenden Teilen konkrete
Schritte seiner Unterrichtsentwicklung auf und der Leser merkt, dass hier
konsequent vorgegangen wird und viele Erfahrungswerte mit einfließen. Wem
leuchtet es nicht ein, dass der stark lehrerzentrierte Unterricht, der in
seiner Ausprägung rezeptives Lernen und fragend-entwickelndes
Vorgehen in den Vordergrund stellt, reduziert werden muss zu Gunsten eines selbstgesteuerten, problemlösenden
und kooperativen Lernens. Der Lehrer ist somit auch als Moderator,
Organisator, Lernberater und Impulsgeber gefordert. Die
pragmatische Vorgehensweise dieses Schulentwicklungs- bzw. Unterrichtsmodells
ermöglicht raschen Unterrichtserfolg, was wiederum die Nachfrage danach
steigert. Es gibt eben nichts Überzeugenderes als den Erfolg; Klippert hat ihn. |
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EIN
TAG IM HAUS DES LERNENS Zusammenfassung einer Veranstaltung des Landesschulrates für
Tirol mit Dr. Klippert im März 2002. Autorin: Mag.
Christiane Url Kernaussage:
„Schüler stärker fordern/fördern,
indem Eigenverantwortlichkeit gefö/o/rdert wird“. (Mehrbelastung der Lehrer <=>
Minderbelastung der Schüler!) Ein
Stillstand in der Bildung würde Rückschritt bedeuten, daher ist eine
Steigerung der Unterrichts- und Schulqualität unbedingt notwendig. Klipperts Methoden sind rasch umzusetzen; die Schüler
sollen durch diesen neuen Unterrichtsstil zu den von der Wirtschaft
geforderten Schlüsselqualifikationen wie z.B.Teamfähigkeit
geführt werden, da im familiären Bereich dies oft nicht mehr möglich ist
(Einzelkinder!). Eine neue Art des Lernens und Arbeitens wird gefordert,
Schüler müssen zu einem selbstständigeren Erwerb des Wissens angeleitet
werden. Die neuen
Methoden sind zu jeder Zeit einsetzbar, da aber Schüler im Laufe der
Schulzeit ‚Schulbiographien’ entwickeln, ist die Umsetzung der
partnerschaftlichen, projekt- und teamorientierten Methoden von den 1. Klassen an anzusetzen. Aber
auch was in höheren Klassen umsetzbar ist, muss zum Wohle der Schüler und der
Wirtschaft eingesetzt werden (ansonsten Arbeitslosigkeit) Zu diesen
neuen selbstständigeren Lehr- und Lernmethoden (learning
by doing) gehört die vom
Ministerium angestrebte Vereinbarungskultur in der verlässlichen Volksschule
und der weiterführenden Sekundarstufe II. Eine Verbindung zwischen diesen
beiden Themenbereichen ermöglicht die ‚demokratische’ Schule, die den jungen
Menschen Wissenserwerb für Morgen und die nötigen Methoden beibringt. Fachwissen allein genügt nicht
mehr, denn es gibt keinen so genannten ‚Lehrabschluss’ mehr. Die Forderung nach Lebenslangen Lernen führt
weg vom abgegrenzten Fachwissen, zur Selbstständigkeit und Eigeninitiative im
Lernverhalten. Forderungen, was
Schüler entwickeln müssen (durch Schule und Elternhaus): • Problemlösungskompetenzen • verschiedene Methoden des Lernens • Teamfähigkeit • Kommunikations-, Kritikfähigkeit • Organisationstalent, Planungskompetenz, Analysefähigkeit • Flexibilität, logisches Denken • Mitmenschlichkeit, Verantwortungsbewusstsein • Das
Vernetzen von Wissen ist notwendig für das nachhaltige Lernen und damit
Schüler eine Lösungskompetenz. • Schüler müssen als Basis das Lernen lernen.
Routine entsteht durch häufiges Anwenden und Einüben dieser Methoden und
Kompetenzen. Forderungen der Wirtschaft (sie stimmen mit obigen
Forderungen überein. Dazu
kommt: • Visualisierung • Präsentation • Rhetorik (Zur Zeit lernen die meisten
Schüler noch zu schematisch, zu stark auswendig und zu oberflächlich, dadurch
geht viel Wissen nach der Schule wieder verloren.) Methodenkompetenz:
Dazu gehört das systematische Markieren von Arbeiten und Texten
=>Textbearbeitung ohne Computer (nicht zu viel mit verschiedenen. Farben
markieren), exzerpieren etc. (Schüler
dürfen nicht nur in de Schule gehen, ohne Hinweis, wie das Lernen erlernt
werden kann, welche Lern-Methoden angewandt werden sollen und was der Lehrer
und die Schule vom Schüler erwartet, was angeboten wird). Sprechkompetenz des Schülers: Die Wendigkeit
der Gedankengänge im Laufe des Sprechens muss eingeübt werden, Freies
Sprechen wird gefordert. Vernetzen der Wissensgebiete durch Projekte unter
den Schülern. Wenn
der Lehrer frontal unterrichtet, wird Lernen uninteressant und der Schüler
verliert sein anfängliches Interesse. (Frage eines Lehrer: Was ist bei all
den schwierigen Schülern? Antwort: Schüler werden schwierig gemacht. Sie sind
es nicht von Anfang an.) Lernen sollte mit allen Sinnen stattfinden: Hören,
Lesen, selber sprechen, selber tun. (Nur 10% der Schüler haben ein reines
Seh- und Hörgedächtnis, die anderen sind diesbezüglich nicht so begabt, daher
müssen sie die versch. Methoden des Lernens und Behaltens erlernen.) Um all
dies zu erreichen, braucht es veränderte
Rahmenbedingungen z.B. auch im Stundenplan: Doppelstunden, größere
Zeitkontingente. Die durch Medien,
Familie und Umwelt anders geprägten Schüler müssen mit anderen Lehr- und
Lernmethoden aus ihrer Bequemlichkeit geführt werden, so dass der
Datendurst nicht verschüttet wird. Diese Neue Lernkultur hilft Lehrern und
Schülern. Da niemand immer Lust zum Lernen hat, müssen die Schüler die
eigenen Fähigkeiten trainieren und lernen an sich zu arbeiten. Der Mangel an Sozialkompetenz kann durch
die Schule ausgeglichen werden. Die Schule kann und muss diese Fähigkeiten
entfalten, für das Wohl des ganzen Staates. Weder Eltern noch Lehrer
sollen Schüler zu viel an Eigenständigkeit abnehmen, (die Kinder und
Jugendlichen dürfen zu Hause nicht eine Art von ‚Arbeitgebermentalität’
entwickeln und bestimmen was Eltern für sie tun müssen). Vielmehr muss von Eltern und Lehrern
Selbstständigkeit vom jungen Menschen gefordert werden, damit sie in guten
Klassengemeinschaften lernen durch Vereinbarungen den Schultag und die
Stundenablauf so zu regeln, dass alle etwas lernen können. Autoritäre Ordnungssystem führen nicht zu diesen für die Zukunft
notwendigen Entwicklungen und zur Nutzung des Humankapitals. Eltern müssen von den Politikern die
notwendigen Ressourcen für diese Neuentwicklungen der Schule einfordern!!! Die
Schule soll die Eltern nicht nur über die Schul-Entwicklung informieren,
sondern sie muss sie mit hereinnehmen in diese Entwicklung, sie muss fordern,
dass auch Eltern lernen, Mitverantwortung für das Schulgeschehen und die
Schulpolitik zu entwickeln. Dr. Klippert lehrt den Lehrern alltagstaugliche Methoden.
Schon ein minimaler oder geringer Aufwand kann zu großen Veränderungen
führen. Dazu braucht es Training und Pflege der neuen Lehrmethoden, also
Zeit, die der Lehrer dafür veranschlagen kann und muss. Das ist Teil der
Lehrerarbeit und muss auch anerkannt sein. Nicht um sonst hat Finnland
in der PISA-Studie so gut abgeschnitten, weil die
Lehrer ein hohes Ansehen genießen und Lehrer und Schüler nicht überlastet
werden. Die Kernforderung aus der
PISA-STUDIE lautet: ‚Die Schulen sollten sich darum bemühen, den
Schülern die Möglichkeiten zu geben, ihren Lernprozess selbst zu steuern und
zu kontrollieren. Die Entwicklung effektiver Lernstrategien und methodisches
Lernen muss allen Schülern ermöglicht werden.’ Der Tag des Lernens weckte in
Elternvertretern die Hoffnung, das mit Hilfe neuer Methoden der Unterricht
nicht nur vernetzt wird, sondern den jungen Menschen auch in der Schule die
geforderten Schlüsselqualifikationen beigebracht werden (Meine eigenen
Vorstellung: Die 45-Minuten-Stunde ohne mehr Stunden für Lehrer würde z.B eine neue Stunden- und Pausenregelung ermöglichen,
Zeit für Konfliktlösungs-, Kommunikationsstunden und Elternabende. Weiters ist –angesichts des Bestrebens, dass
auch Frauen vermehrt im Berufsleben Fuß fassen sollen, eine Weiterbetreuung
der Schüler am Nachmittag z.B. in einem größeren Angebot an Tagesheimschulen
und Horten von großer Bedeutung für die jungen Menschen. Schule muss
Lebensraum sein für Lehrer und Schüler. Um die neue Lernstruktur richtig
umsetzen zu können, sollten die Klassenlehrer und Schüler an
Verhaltensvereinbarungen arbeiten, die diesen engagierten und reibungslosen
Schulablauf ermöglichen werden. Von der 1. Klasse an sollten daher
Klassenlernvereinbarungen getroffen werden, die allen helfen. Entwicklung des
Schulleitbildes, und eines Schulprogramms ist daher notwendig). PISA-STUDIE • 265.000 15-jährige wurden in 32 Ländern weltweit
befragt. • Die umfassenden Fragebögen und Antworten wurden auf dem höchsten
Stand der gegenwärtigen Wissenschaft ausgewertet und von 31 Ländern
veröffentlicht, da in Holland nicht 90 % der willkürlich ausgesuchten Schüler
von Elternseite die Genehmigung bekamen, an dieser Studie teilzunehmen. • Die
Umfrage fand im Frühsommer 2000 statt, pro Land wurden ca. 8000 Schüler
befragt. • Diese Studie ist in der Tat sehr aussagekräftig und liegt in
vielen Teilen in Buchform vor. An speziellen Auswertungen wird noch
gearbeitet. • Es gab keine Lehrerfragebögen, die Schulen, Gruppen und Bundesländer
wurden ausgelost. Aber auch einige Sonderschülerdaten kommen in der Studie
vor. Berufsschüler wurden nicht erfasst, also nicht die arbeitende
Bevölkerung unter den 15-jährigen. Von den Ausgelosten mussten 90 %
teilnehmen, sonst konnte die Studie dieses Landes nicht mit in die
Evaluierung genommen werden. • Überprüft wurde die Lesekompetenz, die
mathematischen Kompetenzen, Naturwissenschaften und zwar fächerübergreifend.
Kenntnisse und Fähigkeiten wurden erfragt. • Die Fragebögen waren anonym abgefasst.
• Nordländer schneiden besser ab, dann asiatische Länder, an nächster Stelle
die englischsprachigen Ländern, dann Österreich. Afrika hat an der Studie
nicht teilgenommen. • 2002 gibt es eine Wiederholung mit 10 – 15 zusätzlichen
Ländern. • Nur Österreich an vorderer Stelle hat keine Gesamtschule). Bei
Bildungsinvestitionen liegt Österreich aber im Spitzenfeld. Konsequente
Schulreformen sind notwendig, z.B. größere Selbständigkeit des
Wissenserwerbes und Evaluation/Feedbackfaktoren und zentrale Leistungstest. •
In Finnland ist die Schule für die Leistungen der SchülerInnen
verantwortlich. Diese Verantwortung wird von Lehrern auch erkannt und gelebt.
• In Deutschland spielt Selektion und soziale Schicht eine große Rolle. Auf Grund der schlechten Ergebnisse gibt es
in Deutschland keine Kürzungen der Budgetmittel für Bildung. Aus den
Erkenntnissen der Studie kann man Rückschlüsse auf die Bildungssysteme der
Länder ziehen (nicht aber auf die Schüler an sich). Die Werte sind
Durchschnittswerte, der Gesamteffekt ist wichtig bei den 15-jährigen
Schülern, d.h. am Ende der allgem. Schulpflicht. Natürlich gibt es
Zusammenhänge zwischen den Ergebnissen und einzelnen Faktoren, die die Schule
an sich betreffen. Leseleistung z.B. hat viel mit Lesefreude und Motivation
zu tun. Hier spielt auch das Elternhaus eine große Rolle. Für Österreich gab
es Zusatz-Untersuchungen auf Grund von bewussten Aktionen der Leseförderung).
Die Lesefreude nimmt mit zunehmendem Alter ab (75 % im Kindergarten, bis zu
40 % - Sekundarstufe II). Die Kompetenzbereiche, die abgefragt wurden, waren:
Wissen, Prozesse, die dazu notwendig sind,
und der Kontext der Anwendung, d.h. persönliches
Mitdenken und Entscheidungen waren gefordert. Des Weiteren wurde
abgefragt: selbstreguliertes Lernen, das Lernverhalten z.B. selbstständige Lernziele, angemessene Lerntechniken und Strategien, Methoden des Motivationserhalts und
–steigerung, Bewerten und Korrigieren der eigenen Leistung. Alle diese Punkte
sind wichtig für das Lebenslange Lernen. Kognitive
Lernstrategien, metakognitive für das Reflektieren
und motivationale zum Aufrechterhalten des
grundlegenden Schüler-Interesses sind weitere wichtige abgefragt Punkte. Schlüsse, die gezogen wurden: • Es
braucht: Kenntnis von Strategien, • Nutzen und Wert von Erfahrung müssen
einfließen (learning by doing), • auswählen, kombinieren und koordinieren des
Wissens muss gelernt werden, • die Stärken und Schwächen müssen erkannt
werden. • Dazu gehört auch das
Kooperative Lernen. Nötig sind: • Memorierstrategien (es wurde abgefragt welche Methoden angewandt
werden: auswendig lernen – alles oder zum Teil, aufsagen des neuen, immer
wieder aufsagen des bekannten Stoffes) und • Elaborationsstrategien: die
angewandten Methoden müssen beim Wissenserwerb eingesetzt werden. • Durch den
entstehenden Erfolg kommt weitere Motivation.
Die Kernforderung aus der PISA-STUDIE
lautet: ‚Die Schulen sollten sich ausdrücklich darum bemühen, den Schülern
die Möglichkeiten zu geben, ihren Lernprozess selbst zu steuern und zu
kontrollieren. Auf diese Weise soll allen Schülern bei der Entwicklung
effektiver Lernstrategien geholfen werden.’ Schule kann nicht total
alle Defizite ausgleichen, aber jeder mögliche Versuch in diese Richtung
sollte angestellt werden. Für 80 % der Schüler ist
die Atmosphäre in der Schule und das soziale Umfeld wichtig, 29 % der
Befragten gehen nicht gern in die Schule. Wenn die Schulatmosphäre passt,
sind auch die Ergebnisse besser. 49 % der Schüler empfinden Schule als
langweilig. Das ergibt sich durch den Mangel an Selbstverantwortung. Möglichkeiten dazu sind: • Schüler
bearbeiten in Gruppen die gestellten Aufgaben • Lehrer und Klasse diskutieren
über spezielle Themen des Unterrichtsstoffs • Stoff wird selbstständig
erarbeitet und vorgestellt, Referate auch mit Hilfe der Schulbücher • Eigene
Untersuchungen werden angestellt • Es gibt vermehrt Arbeitsblätter zum selber
Bearbeiten. Forderungen, die aus der
PISA-STUDIE abzuleiten sind: 1. Die Ergebnisse der Lernforschung müssen veröffentlicht werden,
Erkenntnisse müssen umgesetzt werden. 2. Bildungsoffensive einfordern (das bedeutet nicht nur Geld,
sondern Ausweitung der Weiterbildungsangebote an Lehrer und Schulen) 3. Eine breitere Sicht der Unterrichtsinhalte durch die Verknüpfung der
Inhalte mit der Lebenswelt der Schüler z.B. auch in Mathematik. 4. Unterrichtsinhalte in Einklang
mit eigenen Kompetenzen und
Fähigkeiten bringen 5. Verständnis ermöglichen, Reflexion
und Bewertung der Inhalte einfordern 6. Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen muss gestärkt werden 7. Lernmethoden und Lernverhalten muss reflektiert werden 8. Alle müssen sich diesen herausfordernden Aufgaben stellen
(Lehrer, Schülern, Eltern) 9. Die Leistungsbeurteilung aller muss selbstverständlich sein (Lehrer
und Schüler) 10. Diesbezügliche Vereinbarungen sollte jede Schule demokratisch
treffen, um diese Weiterentwicklung zu fördern. |
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(Auszüge einer Online-Publikation von Dr. Martina Glück) Fachlich kompetente Absolventen wünscht sich jede
Schule, und doch sollte Schulausbildung mehr sein - mündige, eigenständige,
kommunikationsgeschulte, kreative und selbstbewusste junge Menschen
hervorzubringen, die sich selbst etwas zutrauen und eigenständig zu arbeiten
gewohnt sind. Dieser erweiterte Bildungsbegriff ist es, der
dem Konzept von Pädagogischer Schulentwicklung (PSE) von Dr. Heinz Klippert zugrunde liegt, das er in jahrelanger Arbeit an
vielen Schulen in Deutschland erprobt und weiterentwickelt hat. Die Resonanz ist so ausgesprochen positiv,
dass sich z.B. das Land Nordrhein-Westfalen bereits darauf festgelegt hat,
dieses Innovationsprogramm zu einem Schwerpunkt der landesweiten
Schulentwicklungsarbeit zu machen. Auch in Österreich, in Wien und in der
Steiermark, hat der Klippert'sche Ansatz bereits
Fuß gefasst, und auch Niederösterreich und Tirol arbeiten an seiner
Umsetzung. Dreh- und Angelpunkt ist das
Eigenverantwortliche Arbeiten und Lernen der SchülerInnen
- kurz "EVA" genannt. Diesen EVA-Unterricht
intensiver zu praktizieren und die SchülerInnen
diesbezüglich möglichst konsequent zu fordern und zu fördern hat den
wichtigen und wünschenswerten Effekt, dass die SchülerInnen
sukzessive selbständiger, zielstrebiger, kreativer und
verantwortungsbewusster werden und die Fähigkeit erwerben, komplexere
Aufgaben bzw. Problemstellungen in eigener Regie - alleine oder in Gruppen -
zu lösen. Dieser Anspruch wurde und wird im Übrigen in
den letzten Jahren in sehr vielen Lehrplänen und sonstigen Verlautbarungen
(und insbesondere auch im neuen Lehrplan 2000!) deutlich hervorgehoben.
Allerdings steht und fällt EVA damit, dass die SchülerInnen
über tragfähige methodische, kommunikative und soziale Kompetenzen und
Routinen verfügen. Zu diesem Zweck werden sie eigene Trainingsblöcke durchlaufen,
die jeweils einem Schwerpunkt gewidmet sind (Methoden-, Kommunikations-,
Teamschulung), und wo sie die Möglichkeit erhalten, gezielt Methoden zu
erwerben, die sie im Unterricht oder für die Lernarbeit zu Hause benötigen,
bzw. ihre Kommunikations- und Teamkompetenz zu entwickeln. Vielleicht noch ein paar Worte dazu, wie Heinz
Klippert zu seinem Ansatz von Pädagogischer
Schulentwicklung und Schul-Innovation gekommen ist. Verantwortlich dafür war
einerseits seine eigene Volksschulzeit in einer einklassigen Landschule, über
die er selbst sagt: "(Ich habe den Eindruck), dass dort
zumindest in einem Punkt Bemerkenswertes gelungen ist: in dem Punkt nämlich,
dass der vielseitig verantwortliche Lehrer uns Schüler zwangsweise
losgelassen und zu eigenständigem Lernen, Arbeiten, Entscheiden,
Kontrollieren, Kooperieren und Problemelösen
veranlasst hat. Wir mussten uns über weite Strecken selbst helfen, da der
Lehrer als Helfer und Animateur nur sehr begrenzt zur Verfügung stand.
Eigeninitiative und Selbst-Management wurden unter diesen Vorzeichen
zwangsläufig gelernt. Trial and error war
kein Fremdwort, sondern tägliche Praxis. Geführt wurde weniger durch
Detailanweisungen und Detailkontrollen, sondern in erster Linie durch
verbindliche Ziel- und Zeitvorgaben des Lehrers. Heute nennt man diesen
Führungsstil "management by
objectives". Methoden wurden unter diesen
Bedingungen ganz beiläufig gelernt, indem erfolgversprechende
(Lern-)Wege gesucht, ausprobiert und nötigenfalls modifiziert wurden. Die Delegation von Aufgaben und Verantwortung
war an der Tagesordnung. Kurzum: Selbständigkeit, Selbstbestimmung,
Selbstverantwortung und Methodenlernen wurden alltäglich gefordert und
gefördert, nicht immer in einer offenen und angstfreien Atmosphäre, aber doch
mit großer Konsequenz und Geduld. ..... Allerdings brachte ich einiges mit,
das ich vergleichsweise intensiv geübt und gefestigt hatte, nämlich eine
breite Palette an Methoden und Techniken des selbständigen Arbeitens. Davon
zehre ich bis heute." Zum anderen absolvierte Klippert
eine Maschinenschlosser-Lehre und wurde erst auf dem zweiten Bildungsweg
Lehrer. Er kennt den Wirtschaftsmarkt also aus eigenem Erleben und weiß
genau, wo die Anforderungen der Wirtschaft und des Lebens "draußen"
liegen und wie weit sich diese Vorstellungen oft von dem unterscheiden, was
die Mittelschulen ihren SchülerInnen tatsächlich
mit auf den Weg geben. Ziel ist die Erwerbung der vier
Schlüsselqualifikationen, die im Dachgeschoss des Unterrichtsgebäudes
angesiedelt sind. Dazu zählt erstens die Fachkompetenz im engeren Sinn
(Fachwissen, Strukturwissen, Kritik- und Urteilsfähigkeit,
Problembewusstsein, Problemlösungsfähigkeit), zweitens die Beherrschung
elementarer Lern- und Arbeitstechniken, drittens die Fähigkeit zur
überzeugenden Kommunikation und Argumentation sowie die Bereitschaft und
Fähigkeit zur konstruktiven und regelgebundenen Zusammenarbeit in Gruppen
sowie viertens der Aufbau spezifischer Persönlichkeitsmomente wie
Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Eigeninitiative und Durchhaltevermögen. Erreicht werden diese Schlüsselqualifikationen
einerseits durch die bereits erwähnten spezifischen Trainingstage (jeweils
ein Block von 5 Tagen zu Beginn des Semesters, insgesamt 4 Blöcke im Laufe
der 6. und 7. Klasse, um am Beispiel unserer 6A zu bleiben; beginnt man
bereits in einer ersten Klasse Gymnasium, können die Blöcke naturgemäß weiter
auseinander liegen), andererseits durch die konsequente Methodenpflege im
Fachunterricht der Kollegen unseres Klippert-Teams.
Das bedeutet, dass die SchülerInnen die in den
Trainingstagen erworbenen Kompetenzen beständig im Unterricht anwenden und so
vertiefen können - sie erwerben Routine. Was nun das Methodentraining betrifft, so geht
es hier nicht nur um die Hochformen wie Projektarbeit, Stationenarbeit
oder Wochenplanarbeit, sondern auch und vor allem um die Aneignung von
grundlegenden Lern- und Arbeitstechniken, die die Basis und Voraussetzung für
die Lösung von komplexeren Aufgaben bilden - und die in unserem Schulsystem
aber oft genug zu wenig oder gar nicht trainiert werden. Dazu gehören so elementare Arbeitstechniken
wie:
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Multimediale LINKS zu Klippert ( Vortragsveranstaltung
in Tirol, 7.3.2002 ) ▲ Seitenanfang
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Interview mit Dr. Klippert sowie
Beitrag über das eigenverantwortliche Lernen im Akademischen Gymnasium in
Innsbruck ("Tirol heute" vom 6.3.02/ORF)
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Die von Dr. Klippert bei diesem
Vortrag verwendeten Folien sind als PDF-Dokumente
über den |
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Was im
Leben gebraucht wird …
was im Leben gebraucht wird, nicht nur heute -
auch morgen. |
Zusammenstellung: R. Schöps
- Kreismedienzentrum Waldshut –
aktualisiert: März 2005