Klipperts Ansatz zur Pädagogischen Schulentwicklung

 

 Dreh- und Angelpunkt der Pädagogischen Schulentwicklung ist die systematische Reform der Unterrichtsarbeit mit der doppelten Zielsetzung, zum einen die Schüler/innen zeitgemäßer und effektiver als bisher zu qualifizieren sowie zweitens durch die Kultivierung neuer Lernformen eine spürbare Entlastung für die verantwortlichen Lehrkräfte zu erreichen. Methodentraining, Kommunikationstraining, Teamentwicklung sowie die konsequente Förderung des eigenverantwortlichen Arbeitens und Lernens der Schüler/innen im Unterricht sind die besonderen Markenzeichen Pädagogischer Schulentwicklung. Zur Umsetzung dieses Reformkonzepts erhalten die betreffenden Schulkollegien vielfältige Unterstützung: Training, Materialien, Vorträge und praktische Innovationsberatung für Steuerungs-, Klassen- und Fachteams. 


 Erprobt und systematisch weiterentwickelt wurde das PSE-Programm seit 1992 in den kommunalen Schulsystemen in München, Nürnberg und Wien, in den österreichischen Bundesländern Steiermark und Niederösterreich, in verschiedenen deutschen Auslandsschulen, in zahlreichen Versuchsschulen in Rheinland-Pfalz sowie im Rahmen des seit 1997 laufenden Modellversuchs „Schule & Co“ in Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 52 Schulen.


 Zwischenzeitlich haben auch die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Berlin, Hessen und Tirol entschieden, das PSE-Programm zu einem Schwerpunkt ihrer landesweiten Schulentwicklungsarbeit zu machen. Die entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen sind angelaufen.

 

 Wir bieten Ihnen zum Selbststudium gegenwärtig fünf verschiedene aktuelle Video-Produktionen an, die einen guten Einstieg in Klipperts Ansatz zur Pädagogischen Schulentwicklung bieten:  In „Für die Zukunft lernen“ (42 70723) liefert Klippert selbst den theoretischen Hintergrund, in „Schule entwickeln – Unterricht gestalten“ (42 72635) wird die Umsetzung in die Unterrichts-Praxis veranschaulicht, in Die Lernoffensive Schule & Co. (42 72554) wird am Beispiel des Lise-Meitner-Gymnysiums Leverkusen die erfolgreiche Umsetzung des NRW-Reformkonzeptes vorgestellt, die Videoproduktion Klipperts Unterrichtsreform – Lehren und Lernen auf neuen Wegen“ (42 72623) dokumentiert die aktuelle Umsetzung der Pädagogischen Schulentwicklung anhand von Unterrichtsbeispielen und Interviews aus Rheinland-Pfalz, Berlin, NRW und Hessen und der Videofilm „Neue Wege zur Lernkompetenz“ (42 72701) veranschaulicht Klipperts Trainingsmethoden an Berliner Schulen.

 

Weiter unten finden Sie:

Ausführlichere Informationen zu unseren Videos

Weitere Kontextinformationen zu Klipperts Modell

Multimediale Links (u. a. Klipperts Vortrag vom März 2002 in Tirol als Streaming-Audio)

 

 

Unser Medienangebot im Einzelnen                                                                      ▲ Seitenanfang

 

 



Dr. Heinz Klippert



Laufzeit:

105 min/ Farbe

D 2001




 

42 70723

Für die Zukunft lernen

Strategien zur Förderung einer neuen Lernkultur


Unter dem Titel „Eine Antwort auf PISA. Für die Zukunft lernen. Ein Beitrag zur systematischen Unterrichtsentwicklung“ hat der Landauer Dozent und Filmemacher Dr. Paul Schwarz einen Film über den Schulreformer Dr. Heinz Klippert aus Landau gedreht: Der Film enthält einen Vortrag Klipperts (75 min), gehalten vor 500 pädagogischen Führungskräften an der Universität Hannover, in dem Klippert seine Strategien zur Förderung einer neuen Lernkultur begründet und ausführlich erläutert. Es schließt sich ein halbstündiges Gespräch zwischen Schwarz und Klippert an, in dem es um kritische Fragen geht, die in Verbindung mit seinem unterrichtlichen Erneuerungsprogramm immer wieder gestellt werden.

 


Die Schüler seien vom Unterricht notorisch unterfordert, ihre Fähigkeiten würden durch den üblichen Unterricht kaum mobilisiert. Die Lehrer strampeln sich vergeblich ab, um die träge Masse in Bewegung zu bringen. Und geben sich dann auch noch die Schuld, wenn das nicht funktioniert. "Unterricht ist wie Nahrungsaufnahme", meint Klippert, "es wird serviert, geschluckt, verdaut und vergessen." Daran hat sich im Lauf der Jahre wenig geändert - trotz des großen Reformrummels: 60 bis 80 Prozent der Stunde redet, "belehrt" der Lehrer, und die Schüler tun so, als hörten sie zu - wenn überhaupt. Zwar ist pausenlos mit neuen Unterrichtsformen experimentiert worden: Projektwochen, Arbeitsgruppen, Stuhlkreise, Rollenspiele - aber wie die pädagogische Animation auch daherkommt, am Ende kehren Schüler wie Lehrer irgendwie erleichtert zur "normalen" Schule zurück. Doch die Jugendlichen heute, gewöhnt an ganz andere Geschmacksreize, nehmen die trockene Schulkost immer widerwilliger zu sich, was die Anstrengungen der Lehrer, sie ihnen durch noch buntere Verpackungen schmackhafter zu machen, zunehmend grotesker erscheinen lässt.
Sein Berufsleben lang hat Heinz Klippert an einem Konzept gebastelt, das diesen Teufelskreis aufbrechen soll. Was schließlich dabei herauskam, heißt EVA, bedeutet "Eigenverantwortliches Lernen" und besagt im Wesentlichen:

Wenn die Schulen dazu da sind, dass die Kinder etwas lernen, dann muss man ihnen zuallererst beibringen, wie man lernt. Und den Lehrern muss man beibringen, wie man das Lernen lehrt."

 

 

 

 




Laufzeit:

30 min/ Farbe



 

 

Sage es mir,

und ich werde es vergessen,
erkläre es mir

und ich werde es behalten,
lass es mich tun,

und ich werde es verstehen.


Lao-Tse

 

42 72635

Schule entwickeln

 - Unterricht gestalten!

Das neue Haus des Lernens


    

 

Dr. Heinz Klippert, Dozent am Erziehungswissenschaftlichen Lehrerfort- und Weiterbildungsinstitut in Landau/Pfalz plädiert für neue Formen des Lehrens und Lernens als Kern der Schulentwicklung. Unterricht soll vom eigenverantwortlichen Lernen bestimmt werden. Dazu sind Schlüsselqualifikationen erforderlich, zu denen Klippert Trainingsprogramme entwickelt hat.

Der Film zeigt konkrete Beispiele für Methodentraining, Kommunikationstraining, Teamentwicklung und Elternarbeit.

 


Der SWR-Film „Schule entwickeln - Unterricht gestalten. Neue Formen des Lehrens und Lernens" (30 min) aus der Reihe „Beispiele machen Schule" zeigt die „Sanierungsarbeiten" auf allen Ebenen der Schule: bei Lehrern, Schülern, Eltern und Schulleitern. Hauptziel aller neuen unterrichtlichen Bemühungen ist das eigenverantwortliche Arbeiten und Lernen der Kinder und Jugendlichen, weg vom rezeptiven Lernen für das Kurzzeitgedächtnis, weg vom Wiederkäuen von Buchseiten, Tafelanschrieben und Merksätzen, hin zu Formen des produktiven Lernens, die stärker auf selbständiges Denken, praktisches Tun und die Fähigkeiten abzielen, im Team zu arbeiten.

 

 

 

 




Laufzeit:

35 min/ Farbe


D 2003

 

 

42 72554

Die Lernoffensive Schule & Co.

NRW reformiert den Unterricht


Diese Videodokumentation zeigt ein praxiserprobtes Konzept zur Unterrichtsentwicklung, das in fünf Jahren engagierter Projektarbeit an 52 Schulen in Herford und Leverkusen entstanden ist. Im Rahmen regionaler Schul- und Bildungslandschaften, in denen entsprechende Beratung und Unterstützung geleistet wurde, haben sich ganze Kollegien aller Schulformen auf den Weg gemacht, ihren Unterricht team-orientiert und systematisch zu verbessern. Wie das aussehen kann, zeigt der Film am Beispiel des Lise-Meitner-Gymnasiums.

 


Der Link zum
Lise-Meitner-Gymnasium
Leverkusen


 

 

 

 

 




Laufzeit:

58 min/ Farbe


D 2003

 

 

42 72623

Klipperts Unterrichtsreform

Lehren und Lernen auf neuen Wegen


Ein Video-Film des Beltz-Verlags vom Herbst 2003.
Das Reformprogramm zum Anschauen.
 
Unterrichtsentwicklung wird allseits gefordert. Doch wo und wie ist anzusetzen? Der Film zeigt, wie der Unterricht in Deutschlands Schulen systematisch verändert und effektiviert werden kann - durch konsequentes Lehrer- und Schülertraining, durch korrespondierende Workshops und Hospitationsveranstaltungen, durch vielseitige Teamarbeit und Lehrerentlastung, durch gezielte Elternseminare und Evaluationsmaßnahmen. Wie der entsprechende Qualifizierungs- und Innovationskreislauf in der Einzelschule aussehen und durch die schulinternen Steuerungsteams „gemanagt" werden kann, wird anhand von Praxisbeispielen und Interviews aus Rheinland-Pfalz, Berlin, NRW und Hessen verdeutlicht und filmisch veranschaulicht.

 

 

 

 




Laufzeit:

45 min/ Farbe


D 2003

 

 

 

42 72701

Neue Wege zur Lernkompetenz

Berliner Schulen verändern ihren Unterricht


Ein Video-Film des Berliner Landesinstituts für Schule und Medien (LISUM).
 
Das vom Berliner Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) initiierte Projekt "Pädagogische Schulentwicklung" zeigt, wie in verschiedenen Berliner Schulen Schüler und Lehrer lernen, Unterricht zu entwickeln, zu verändern, zu reformieren. Dabei wird klar, dass Entwicklungen auf allen Ebenen erfolgen müssen; auch die Eltern werden mit einbezogen. Der Film zeigt sehr anschaulich die angewandten Trainingsmethoden.

 

 

 

 WEITERE KONTEXT-INFORMATIONEN                                                              ▲ Seitenanfang

 

 

Rezension von Jörg Nädelin, Akademiereferent zu:

 

Heinz Klippert: Pädagogische Schulentwicklung.

Planungs- und Arbeitshilfen zur Förderung einer neuen Lernkultur, Weinheim 2000. ISBN 3-407-62405-0

 

Schulentwicklung tut Not. Das ist der erste Satz des Autors. Dabei denkt Klippert an eine stärkere Entlastung und an mehr Berufszufriedenheit für die Lehrerinnen und Lehrer. Sein Weg zu einer pädagogischen Schulentwicklung vermeidet eine umfassende systemische Betrachtungsweise mit den einhergehenden umfassenden Prozessen einer Organisations- und Personalentwicklung wie sie H.G. Rolff und andere vorschlagen. Der damit verbundene Zeit- und Arbeitsaufwand in der vielschichtigen Auseinandersetzung mit dem System Schule erreiche das alltägliche Unterrichtsgeschäft kaum und bringe somit zu wenig für den Lehrer. Die Erfahrung zeige, dass Kollegien Innovationsbedarf haben, aber dieser soll möglichst konkrete Hilfe zur Bewältigung des Schulalltags liefern.

Klipperts Ansatz ist eine konkret auf den Unterricht bezogene Schulentwicklung, die sich auf eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen der Schüler in den Teilen der Methodenkompetenz, Teamfähigkeit und damit in der kommunikativen Fähigkeit ausrichtet. Diese Inhalte kennt man aus seinen bisher veröffentlichten Büchern. Auch das "Neue Haus des Lernens" wie Klippert es nennt und in einem anschaulichen Video "Schule entwickeln – Unterricht gestalten" des Südwestfunks Baden-Baden hinlänglich bekannt ist, wird in einem ersten Kapitel erläutert und begründet und dazu auf aktuelle Befunde der Unterrichtsforschung eingegangen. Im zweiten Kapitel umreisst der Autor das Grundkonzept seiner Pädagogischen Schulentwicklung. Es folgt die Umsetzung einer solchen Entwicklung an der Einzelschule mit einer Teamfortbildung der Lehrkräfte und mit einer systematischen Methodenschulung in Trainingsseminaren. Im vierten Teil werden die notwendigen und die sich bewährten Rahmenbedingungen umrissen. Detailliert wird geschildert, wie sich Pädagogische Schulentwicklung im konkreten Unterricht niederschlägt. Im vorletzten Kapitel kommen Schulen aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zu Wort, die seit einem Jahr dieses PSE-Programm umsetzen. Im letzten Teil werden einige politische Schlussfolgerungen und Anregungen formuliert.

Während im ersten Kapitel häufige Aussagen wiederholt werden, was etwas störend ist, zeigt Klippert in den nachfolgenden Teilen konkrete Schritte seiner Unterrichtsentwicklung auf und der Leser merkt, dass hier konsequent vorgegangen wird und viele Erfahrungswerte mit einfließen. Wem leuchtet es nicht ein, dass der stark lehrerzentrierte Unterricht, der in seiner Ausprägung rezeptives Lernen und fragend-entwickelndes Vorgehen in den Vordergrund stellt, reduziert werden muss zu Gunsten eines selbstgesteuerten, problemlösenden und kooperativen Lernens. Der Lehrer ist somit auch als Moderator, Organisator, Lernberater und Impulsgeber gefordert.

Die pragmatische Vorgehensweise dieses Schulentwicklungs- bzw. Unterrichtsmodells ermöglicht raschen Unterrichtserfolg, was wiederum die Nachfrage danach steigert. Es gibt eben nichts Überzeugenderes als den Erfolg; Klippert hat ihn.

 

 

EIN TAG IM HAUS DES LERNENS

 

Zusammenfassung einer Veranstaltung des Landesschulrates für Tirol mit Dr. Klippert im März 2002. Autorin: Mag. Christiane Url

 

Kernaussage: „Schüler stärker fordern/fördern, indem Eigenverantwortlichkeit gefö/o/rdert wird“. (Mehrbelastung der Lehrer <=> Minderbelastung der Schüler!)

 

 Ein Stillstand in der Bildung würde Rückschritt bedeuten, daher ist eine Steigerung der Unterrichts- und Schulqualität unbedingt notwendig. Klipperts Methoden sind rasch umzusetzen; die Schüler sollen durch diesen neuen Unterrichtsstil zu den von der Wirtschaft geforderten Schlüsselqualifikationen wie z.B.Teamfähigkeit geführt werden, da im familiären Bereich dies oft nicht mehr möglich ist (Einzelkinder!). Eine neue Art des Lernens und Arbeitens wird gefordert, Schüler müssen zu einem selbstständigeren Erwerb des Wissens angeleitet werden.

 Die neuen Methoden sind zu jeder Zeit einsetzbar, da aber Schüler im Laufe der Schulzeit ‚Schulbiographien’ entwickeln, ist die Umsetzung der partnerschaftlichen, projekt- und teamorientierten Methoden von den 1. Klassen an anzusetzen. Aber auch was in höheren Klassen umsetzbar ist, muss zum Wohle der Schüler und der Wirtschaft eingesetzt werden (ansonsten Arbeitslosigkeit) Zu diesen neuen selbstständigeren Lehr- und Lernmethoden (learning by doing) gehört die vom Ministerium angestrebte Vereinbarungskultur in der verlässlichen Volksschule und der weiterführenden Sekundarstufe II. Eine Verbindung zwischen diesen beiden Themenbereichen ermöglicht die ‚demokratische’ Schule, die den jungen Menschen Wissenserwerb für Morgen und die nötigen Methoden beibringt. Fachwissen allein genügt nicht mehr, denn es gibt keinen so genannten ‚Lehrabschluss’ mehr.

 Die Forderung nach Lebenslangen Lernen führt weg vom abgegrenzten Fachwissen, zur Selbstständigkeit und Eigeninitiative im Lernverhalten. Forderungen, was Schüler entwickeln müssen (durch Schule und Elternhaus):

 Problemlösungskompetenzen

 verschiedene Methoden des Lernens

 Teamfähigkeit

 Kommunikations-, Kritikfähigkeit

 Organisationstalent, Planungskompetenz, Analysefähigkeit

 Flexibilität, logisches Denken

 Mitmenschlichkeit, Verantwortungsbewusstsein

 Das Vernetzen von Wissen ist notwendig für das nachhaltige Lernen und damit Schüler eine Lösungskompetenz.

 Schüler müssen als Basis das Lernen lernen. Routine entsteht durch häufiges Anwenden und Einüben dieser Methoden und Kompetenzen. Forderungen der Wirtschaft (sie stimmen mit obigen Forderungen überein.

Dazu kommt:

 • Visualisierung

 • Präsentation

 • Rhetorik (Zur Zeit lernen die meisten Schüler noch zu schematisch, zu stark auswendig und zu oberflächlich, dadurch geht viel Wissen nach der Schule wieder verloren.)

 

 Methodenkompetenz: Dazu gehört das systematische Markieren von Arbeiten und Texten =>Textbearbeitung ohne Computer (nicht zu viel mit verschiedenen. Farben markieren), exzerpieren etc. (Schüler dürfen nicht nur in de Schule gehen, ohne Hinweis, wie das Lernen erlernt werden kann, welche Lern-Methoden angewandt werden sollen und was der Lehrer und die Schule vom Schüler erwartet, was angeboten wird). Sprechkompetenz des Schülers: Die Wendigkeit der Gedankengänge im Laufe des Sprechens muss eingeübt werden, Freies Sprechen wird gefordert.

Vernetzen der Wissensgebiete durch Projekte unter den Schülern. Wenn der Lehrer frontal unterrichtet, wird Lernen uninteressant und der Schüler verliert sein anfängliches Interesse. (Frage eines Lehrer: Was ist bei all den schwierigen Schülern? Antwort: Schüler werden schwierig gemacht. Sie sind es nicht von Anfang an.) Lernen sollte mit allen Sinnen stattfinden: Hören, Lesen, selber sprechen, selber tun. (Nur 10% der Schüler haben ein reines Seh- und Hörgedächtnis, die anderen sind diesbezüglich nicht so begabt, daher müssen sie die versch. Methoden des Lernens und Behaltens erlernen.) Um all dies zu erreichen, braucht es veränderte Rahmenbedingungen z.B. auch im Stundenplan: Doppelstunden, größere Zeitkontingente. Die durch Medien, Familie und Umwelt anders geprägten Schüler müssen mit anderen Lehr- und Lernmethoden aus ihrer Bequemlichkeit geführt werden, so dass der Datendurst nicht verschüttet wird. Diese Neue Lernkultur hilft Lehrern und Schülern. Da niemand immer Lust zum Lernen hat, müssen die Schüler die eigenen Fähigkeiten trainieren und lernen an sich zu arbeiten. Der Mangel an Sozialkompetenz kann durch die Schule ausgeglichen werden. Die Schule kann und muss diese Fähigkeiten entfalten, für das Wohl des ganzen Staates. Weder Eltern noch Lehrer sollen Schüler zu viel an Eigenständigkeit abnehmen, (die Kinder und Jugendlichen dürfen zu Hause nicht eine Art von ‚Arbeitgebermentalität’ entwickeln und bestimmen was Eltern für sie tun müssen). Vielmehr muss von Eltern und Lehrern Selbstständigkeit vom jungen Menschen gefordert werden, damit sie in guten Klassengemeinschaften lernen durch Vereinbarungen den Schultag und die Stundenablauf so zu regeln, dass alle etwas lernen können. Autoritäre Ordnungssystem führen nicht zu diesen für die Zukunft notwendigen Entwicklungen und zur Nutzung des Humankapitals. Eltern müssen von den Politikern die notwendigen Ressourcen für diese Neuentwicklungen der Schule einfordern!!! Die Schule soll die Eltern nicht nur über die Schul-Entwicklung informieren, sondern sie muss sie mit hereinnehmen in diese Entwicklung, sie muss fordern, dass auch Eltern lernen, Mitverantwortung für das Schulgeschehen und die Schulpolitik zu entwickeln. Dr. Klippert lehrt den Lehrern alltagstaugliche Methoden. Schon ein minimaler oder geringer Aufwand kann zu großen Veränderungen führen. Dazu braucht es Training und Pflege der neuen Lehrmethoden, also Zeit, die der Lehrer dafür veranschlagen kann und muss. Das ist Teil der Lehrerarbeit und muss auch anerkannt sein. Nicht um sonst hat Finnland in der PISA-Studie so gut abgeschnitten, weil die Lehrer ein hohes Ansehen genießen und Lehrer und Schüler nicht überlastet werden. Die Kernforderung aus der PISA-STUDIE lautet: ‚Die Schulen sollten sich darum bemühen, den Schülern die Möglichkeiten zu geben, ihren Lernprozess selbst zu steuern und zu kontrollieren. Die Entwicklung effektiver Lernstrategien und methodisches Lernen muss allen Schülern ermöglicht werden.’ Der Tag des Lernens weckte in Elternvertretern die Hoffnung, das mit Hilfe neuer Methoden der Unterricht nicht nur vernetzt wird, sondern den jungen Menschen auch in der Schule die geforderten Schlüsselqualifikationen beigebracht werden (Meine eigenen Vorstellung: Die 45-Minuten-Stunde ohne mehr Stunden für Lehrer würde z.B eine neue Stunden- und Pausenregelung ermöglichen, Zeit für Konfliktlösungs-, Kommunikationsstunden und Elternabende.

 Weiters ist –angesichts des Bestrebens, dass auch Frauen vermehrt im Berufsleben Fuß fassen sollen, eine Weiterbetreuung der Schüler am Nachmittag z.B. in einem größeren Angebot an Tagesheimschulen und Horten von großer Bedeutung für die jungen Menschen. Schule muss Lebensraum sein für Lehrer und Schüler. Um die neue Lernstruktur richtig umsetzen zu können, sollten die Klassenlehrer und Schüler an Verhaltensvereinbarungen arbeiten, die diesen engagierten und reibungslosen Schulablauf ermöglichen werden. Von der 1. Klasse an sollten daher Klassenlernvereinbarungen getroffen werden, die allen helfen. Entwicklung des Schulleitbildes, und eines Schulprogramms ist daher notwendig).

 

PISA-STUDIE • 265.000 15-jährige wurden in 32 Ländern weltweit befragt. • Die umfassenden Fragebögen und Antworten wurden auf dem höchsten Stand der gegenwärtigen Wissenschaft ausgewertet und von 31 Ländern veröffentlicht, da in Holland nicht 90 % der willkürlich ausgesuchten Schüler von Elternseite die Genehmigung bekamen, an dieser Studie teilzunehmen. • Die Umfrage fand im Frühsommer 2000 statt, pro Land wurden ca. 8000 Schüler befragt. • Diese Studie ist in der Tat sehr aussagekräftig und liegt in vielen Teilen in Buchform vor. An speziellen Auswertungen wird noch gearbeitet. • Es gab keine Lehrerfragebögen, die Schulen, Gruppen und Bundesländer wurden ausgelost. Aber auch einige Sonderschülerdaten kommen in der Studie vor. Berufsschüler wurden nicht erfasst, also nicht die arbeitende Bevölkerung unter den 15-jährigen. Von den Ausgelosten mussten 90 % teilnehmen, sonst konnte die Studie dieses Landes nicht mit in die Evaluierung genommen werden. • Überprüft wurde die Lesekompetenz, die mathematischen Kompetenzen, Naturwissenschaften und zwar fächerübergreifend. Kenntnisse und Fähigkeiten wurden erfragt. • Die Fragebögen waren anonym abgefasst. • Nordländer schneiden besser ab, dann asiatische Länder, an nächster Stelle die englischsprachigen Ländern, dann Österreich. Afrika hat an der Studie nicht teilgenommen. • 2002 gibt es eine Wiederholung mit 10 – 15 zusätzlichen Ländern. • Nur Österreich an vorderer Stelle hat keine Gesamtschule). Bei Bildungsinvestitionen liegt Österreich aber im Spitzenfeld. Konsequente Schulreformen sind notwendig, z.B. größere Selbständigkeit des Wissenserwerbes und Evaluation/Feedbackfaktoren und zentrale Leistungstest. • In Finnland ist die Schule für die Leistungen der SchülerInnen verantwortlich. Diese Verantwortung wird von Lehrern auch erkannt und gelebt. • In Deutschland spielt Selektion und soziale Schicht eine große Rolle. Auf Grund der schlechten Ergebnisse gibt es in Deutschland keine Kürzungen der Budgetmittel für Bildung. Aus den Erkenntnissen der Studie kann man Rückschlüsse auf die Bildungssysteme der Länder ziehen (nicht aber auf die Schüler an sich). Die Werte sind Durchschnittswerte, der Gesamteffekt ist wichtig bei den 15-jährigen Schülern, d.h. am Ende der allgem. Schulpflicht. Natürlich gibt es Zusammenhänge zwischen den Ergebnissen und einzelnen Faktoren, die die Schule an sich betreffen. Leseleistung z.B. hat viel mit Lesefreude und Motivation zu tun. Hier spielt auch das Elternhaus eine große Rolle. Für Österreich gab es Zusatz-Untersuchungen auf Grund von bewussten Aktionen der Leseförderung). Die Lesefreude nimmt mit zunehmendem Alter ab (75 % im Kindergarten, bis zu 40 % - Sekundarstufe II). Die Kompetenzbereiche, die abgefragt wurden, waren: Wissen, Prozesse, die dazu notwendig sind, und der Kontext der Anwendung, d.h. persönliches Mitdenken und Entscheidungen waren gefordert. Des Weiteren wurde abgefragt: selbstreguliertes Lernen, das Lernverhalten z.B. selbstständige Lernziele, angemessene Lerntechniken und Strategien, Methoden des Motivationserhalts und –steigerung, Bewerten und Korrigieren der eigenen Leistung. Alle diese Punkte sind wichtig für das Lebenslange Lernen.

Kognitive Lernstrategien, metakognitive für das Reflektieren und motivationale zum Aufrechterhalten des grundlegenden Schüler-Interesses sind weitere wichtige abgefragt Punkte. Schlüsse, die gezogen wurden: • Es braucht: Kenntnis von Strategien, • Nutzen und Wert von Erfahrung müssen einfließen (learning by doing), • auswählen, kombinieren und koordinieren des Wissens muss gelernt werden, • die Stärken und Schwächen müssen erkannt werden. • Dazu gehört auch das Kooperative Lernen. Nötig sind: • Memorierstrategien (es wurde abgefragt welche Methoden angewandt werden: auswendig lernen – alles oder zum Teil, aufsagen des neuen, immer wieder aufsagen des bekannten Stoffes) und • Elaborationsstrategien: die angewandten Methoden müssen beim Wissenserwerb eingesetzt werden. • Durch den entstehenden Erfolg kommt weitere Motivation. Die Kernforderung aus der PISA-STUDIE lautet: ‚Die Schulen sollten sich ausdrücklich darum bemühen, den Schülern die Möglichkeiten zu geben, ihren Lernprozess selbst zu steuern und zu kontrollieren. Auf diese Weise soll allen Schülern bei der Entwicklung effektiver Lernstrategien geholfen werden.’ Schule kann nicht total alle Defizite ausgleichen, aber jeder mögliche Versuch in diese Richtung sollte angestellt werden. Für 80 % der Schüler ist die Atmosphäre in der Schule und das soziale Umfeld wichtig, 29 % der Befragten gehen nicht gern in die Schule. Wenn die Schulatmosphäre passt, sind auch die Ergebnisse besser. 49 % der Schüler empfinden Schule als langweilig. Das ergibt sich durch den Mangel an Selbstverantwortung. Möglichkeiten dazu sind: • Schüler bearbeiten in Gruppen die gestellten Aufgaben • Lehrer und Klasse diskutieren über spezielle Themen des Unterrichtsstoffs • Stoff wird selbstständig erarbeitet und vorgestellt, Referate auch mit Hilfe der Schulbücher • Eigene Untersuchungen werden angestellt • Es gibt vermehrt Arbeitsblätter zum selber Bearbeiten. Forderungen, die aus der PISA-STUDIE abzuleiten sind:

1. Die Ergebnisse der Lernforschung müssen veröffentlicht werden, Erkenntnisse müssen umgesetzt werden.

2. Bildungsoffensive einfordern (das bedeutet nicht nur Geld, sondern Ausweitung der Weiterbildungsangebote an Lehrer und Schulen)

3. Eine breitere Sicht der Unterrichtsinhalte durch die Verknüpfung der Inhalte mit der Lebenswelt der Schüler z.B. auch in Mathematik.

4. Unterrichtsinhalte in Einklang mit eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten bringen

5. Verständnis ermöglichen, Reflexion und Bewertung der Inhalte einfordern

6. Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen muss gestärkt werden

7. Lernmethoden und Lernverhalten muss reflektiert werden

8. Alle müssen sich diesen herausfordernden Aufgaben stellen (Lehrer, Schülern, Eltern)

9. Die Leistungsbeurteilung aller muss selbstverständlich sein (Lehrer und Schüler)

10. Diesbezügliche Vereinbarungen sollte jede Schule demokratisch treffen, um diese Weiterentwicklung zu fördern.

 


E.V.A. Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen

(Auszüge einer Online-Publikation von Dr.  Martina Glück)

 

Fachlich kompetente Absolventen wünscht sich jede Schule, und doch sollte Schulausbildung mehr sein - mündige, eigenständige, kommunikationsgeschulte, kreative und selbstbewusste junge Menschen hervorzubringen, die sich selbst etwas zutrauen und eigenständig zu arbeiten gewohnt sind.

Dieser erweiterte Bildungsbegriff ist es, der dem Konzept von Pädagogischer Schulentwicklung (PSE) von Dr. Heinz Klippert zugrunde liegt, das er in jahrelanger Arbeit an vielen Schulen in Deutschland erprobt und weiterentwickelt hat.

Die Resonanz ist so ausgesprochen positiv, dass sich z.B. das Land Nordrhein-Westfalen bereits darauf festgelegt hat, dieses Innovationsprogramm zu einem Schwerpunkt der landesweiten Schulentwicklungsarbeit zu machen. Auch in Österreich, in Wien und in der Steiermark, hat der Klippert'sche Ansatz bereits Fuß gefasst, und auch Niederösterreich und Tirol arbeiten an seiner Umsetzung.

Dreh- und Angelpunkt ist das Eigenverantwortliche Arbeiten und Lernen der SchülerInnen - kurz "EVA" genannt. Diesen EVA-Unterricht intensiver zu praktizieren und die SchülerInnen diesbezüglich möglichst konsequent zu fordern und zu fördern hat den wichtigen und wünschenswerten Effekt, dass die SchülerInnen sukzessive selbständiger, zielstrebiger, kreativer und verantwortungsbewusster werden und die Fähigkeit erwerben, komplexere Aufgaben bzw. Problemstellungen in eigener Regie - alleine oder in Gruppen - zu lösen.

Dieser Anspruch wurde und wird im Übrigen in den letzten Jahren in sehr vielen Lehrplänen und sonstigen Verlautbarungen (und insbesondere auch im neuen Lehrplan 2000!) deutlich hervorgehoben. Allerdings steht und fällt EVA damit, dass die SchülerInnen über tragfähige methodische, kommunikative und soziale Kompetenzen und Routinen verfügen. Zu diesem Zweck werden sie eigene Trainingsblöcke durchlaufen, die jeweils einem Schwerpunkt gewidmet sind (Methoden-, Kommunikations-, Teamschulung), und wo sie die Möglichkeit erhalten, gezielt Methoden zu erwerben, die sie im Unterricht oder für die Lernarbeit zu Hause benötigen, bzw. ihre Kommunikations- und Teamkompetenz zu entwickeln.

Vielleicht noch ein paar Worte dazu, wie Heinz Klippert zu seinem Ansatz von Pädagogischer Schulentwicklung und Schul-Innovation gekommen ist. Verantwortlich dafür war einerseits seine eigene Volksschulzeit in einer einklassigen Landschule, über die er selbst sagt:

"(Ich habe den Eindruck), dass dort zumindest in einem Punkt Bemerkenswertes gelungen ist: in dem Punkt nämlich, dass der vielseitig verantwortliche Lehrer uns Schüler zwangsweise losgelassen und zu eigenständigem Lernen, Arbeiten, Entscheiden, Kontrollieren, Kooperieren und Problemelösen veranlasst hat. Wir mussten uns über weite Strecken selbst helfen, da der Lehrer als Helfer und Animateur nur sehr begrenzt zur Verfügung stand. Eigeninitiative und Selbst-Management wurden unter diesen Vorzeichen zwangsläufig gelernt.

Trial and error war kein Fremdwort, sondern tägliche Praxis. Geführt wurde weniger durch Detailanweisungen und Detailkontrollen, sondern in erster Linie durch verbindliche Ziel- und Zeitvorgaben des Lehrers. Heute nennt man diesen Führungsstil "management by objectives". Methoden wurden unter diesen Bedingungen ganz beiläufig gelernt, indem erfolgversprechende (Lern-)Wege gesucht, ausprobiert und nötigenfalls modifiziert wurden.

Die Delegation von Aufgaben und Verantwortung war an der Tagesordnung. Kurzum: Selbständigkeit, Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Methodenlernen wurden alltäglich gefordert und gefördert, nicht immer in einer offenen und angstfreien Atmosphäre, aber doch mit großer Konsequenz und Geduld. ..... Allerdings brachte ich einiges mit, das ich vergleichsweise intensiv geübt und gefestigt hatte, nämlich eine breite Palette an Methoden und Techniken des selbständigen Arbeitens. Davon zehre ich bis heute."

Zum anderen absolvierte Klippert eine Maschinenschlosser-Lehre und wurde erst auf dem zweiten Bildungsweg Lehrer. Er kennt den Wirtschaftsmarkt also aus eigenem Erleben und weiß genau, wo die Anforderungen der Wirtschaft und des Lebens "draußen" liegen und wie weit sich diese Vorstellungen oft von dem unterscheiden, was die Mittelschulen ihren SchülerInnen tatsächlich mit auf den Weg geben.

Ziel ist die Erwerbung der vier Schlüsselqualifikationen, die im Dachgeschoss des Unterrichtsgebäudes angesiedelt sind. Dazu zählt erstens die Fachkompetenz im engeren Sinn (Fachwissen, Strukturwissen, Kritik- und Urteilsfähigkeit, Problembewusstsein, Problemlösungsfähigkeit), zweitens die Beherrschung elementarer Lern- und Arbeitstechniken, drittens die Fähigkeit zur überzeugenden Kommunikation und Argumentation sowie die Bereitschaft und Fähigkeit zur konstruktiven und regelgebundenen Zusammenarbeit in Gruppen sowie viertens der Aufbau spezifischer Persönlichkeitsmomente wie Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Eigeninitiative und Durchhaltevermögen.

Erreicht werden diese Schlüsselqualifikationen einerseits durch die bereits erwähnten spezifischen Trainingstage (jeweils ein Block von 5 Tagen zu Beginn des Semesters, insgesamt 4 Blöcke im Laufe der 6. und 7. Klasse, um am Beispiel unserer 6A zu bleiben; beginnt man bereits in einer ersten Klasse Gymnasium, können die Blöcke naturgemäß weiter auseinander liegen), andererseits durch die konsequente Methodenpflege im Fachunterricht der Kollegen unseres Klippert-Teams. Das bedeutet, dass die SchülerInnen die in den Trainingstagen erworbenen Kompetenzen beständig im Unterricht anwenden und so vertiefen können - sie erwerben Routine.

Was nun das Methodentraining betrifft, so geht es hier nicht nur um die Hochformen wie Projektarbeit, Stationenarbeit oder Wochenplanarbeit, sondern auch und vor allem um die Aneignung von grundlegenden Lern- und Arbeitstechniken, die die Basis und Voraussetzung für die Lösung von komplexeren Aufgaben bilden - und die in unserem Schulsystem aber oft genug zu wenig oder gar nicht trainiert werden.

Dazu gehören so elementare Arbeitstechniken wie:


markieren - rasch lesen - nachschlagen - Fragen formulieren - auswendig lernen - exzerpieren - zusammenfassen - strukturieren - "Schummelzettel" schreiben - stringentes Schreiben - Ordnung halten - Arbeitsplatzgestaltung - protokollieren - Mitschrift anfertigen - Prüfungen vorbereiten - visualisieren - Heft gestalten - Arbeitsplan erstellen - Entscheidungen treffen - Zeit einteilen ......


Die Kommunikationsschulung ihrerseits beinhaltet Übungen zur Förderung des freien Sprechens und Erzählens, das kleine 1x1 der Gesprächsführung (Miteinander reden lernen), rhetorische Übungen (überzeugend argumentieren und vortragen lernen) und komplexere Kommunikations- und Interaktionsspiele. Weiters steht bei der Teamentwicklung das Entwickeln und Einüben von Regeln der Gruppenarbeit im Mittelpunkt ("Mehrere Schüler an einen Tisch zu setzen macht aus ihnen noch kein Team"), woran sich als vierter ein Block anschließt, der die gezielte Vorbereitung auf die Anforderungen der schriftlichen und mündlichen Matura zum Ziel hat ...

 

 

 

Multimediale LINKS zu Klippert  ( Vortragsveranstaltung in Tirol, 7.3.2002 )                 ▲ Seitenanfang

 

 

 

 

Interview mit Dr. Klippert sowie Beitrag über das eigenverantwortliche Lernen im Akademischen Gymnasium in Innsbruck ("Tirol heute" vom 6.3.02/ORF)

 Interview (Streaming-Video für Real Player, ca. 7 Minuten)

Dr. Klipperts Referat vom 7.3.02 in voller Länge

 Referat (Streaming-Audio für Real Player, ca. 65 Minuten)
 Referat (Streaming-Video für Real Player, ca. 65 Minuten)
 Referat (Video, ca. 65 Minuten) herunterladen
      (Realvideo, 45 MB / rechte Maustaste "Ziel speichern unter…")

Die von Dr. Klippert bei diesem Vortrag verwendeten Folien sind als PDF-Dokumente über den
Tiroler Bildungsservice
zum download verfügbar. Beachten Sie bitte, dass das Copyright beim Autor liegt!

 

 

 

 

Was im Leben gebraucht wird …


Wer gelernt hat,
selbständig zu planen und seine Arbeit zu organisieren,
Informationen zu beschaffen und gekonnt zu exzerpieren,

wer gelernt hat,
in der Gruppe zu arbeiten und sensibel zu kooperieren,
Kritik zu üben und andere zu integrieren,

wer gelernt hat,
Diskussionen zu führen und offen seine Meinung zu sagen,
geschickt zu verhandeln und Verantwortung zu tragen,

wer gelernt hat,
konstruktiv zu denken und Probleme zu beheben,
Phantasie zu entwickeln und nach Neuem zu streben,

Wer all dies gelernt hat, der hat was erworben,

was im Leben gebraucht wird, nicht nur heute - auch morgen.

Heinz Klippert

 


Zusammenstellung:  R. Schöps -  Kreismedienzentrum Waldshut – aktualisiert: März 2005