Astrid Lindgren

14.11.1907 - 28.01.2002


 ... angefangen hatte alles mit einem verstauchten Knöchel. Die schwedische Sekretärin Astrid Lindgren musste das Bett hüten, langweilte sich. Da schrieb sie für ihre Tochter Karin eine Geschichte über eine freche rothaarige Göre, die Pippi Langstrumpf hieß und ihr Pferd in die Luft stemmen konnte.
Und aus der Sekretärin Astrid Lindgren ist die wohl berühmteste Jugendbuchautorin der Welt geworden ...

 

 

 


 

   Verfilmungen (Video) von Astrid Lindgrens Büchern

    im Verleih des Kreismedienzentrums

 

Ronja Räubertochter 

Verleihnummer 4250771                         Standort: Waldshut-Tiengen


 Spielfilm nach dem gleichnamigen Roman von Astrid Lindgren. Ronja und Birk, Kinder verfeindeter Räuberbanden, die auf einer alten Burg hoch auf dem Felsen hausen, befreunden sich. Dies passt den Vätern nicht ins Konzept - abenteuerliche Zeiten folgen. Wo könnte sich ein kleines Mädchen wie Ronja wohler fühlen als auf einer finsteren Burg, inmitten einer Schar bärbeißiger, raubeiniger und fröhlicher Räuber? Und wo sollte es lieber spielen, als am Rand der tiefen Schlucht? Vielleicht noch im Mattis-Wald, dem Wald, der nach Ronjas Vater, dem Räuberhauptmann, benannt ist. Und dieser freut sich zwar, dass er eine so mutige Tochter hat, aber oft ist ihm die Unternehmungslust des Mädchens doch nicht ganz geheuer. "Verirr dich nicht!" meint er, als Ronja zum ersten Mal allein in den Wald will. "Und wenn ich mich doch verirre?" - "Dann findest du eben den richtigen Weg wieder!" - "Na, dann ist ja gut", sagt Ronja und gibt keine Ruhe, bis sie alles kennen gelernt hat, wovor sie ihr Vater warnt: Die Geister, die Graugnome, die Wasserfälle. Schließlich muss man wissen, wovor man sich zu hüten hat. Bei einem ihrer Abenteuer lernt sie Birk Borkasson kennen, mit dessen Großvater schon ihr Großvater im unversöhnlichen Streit gelegen hatte. Die Freundschaft zwischen den beiden bringt ihre Familien aus dem Häuschen und ausgerechnet Mattis und Ronja zerstreiten sich auf Nimmerwiedersehen. Vielleicht wäre wirklich alles traurig ausgegangen, wenn Ronjas Mutter Lovis nicht gewesen wäre. Wer sonst hätte die zwei Streithähne, zwischen denen die Funken des Zorns sprühen, wieder an einen Tisch bringen sollen?

Ronja Räubertochter ist ein Film über Abenteuer, über die Selbständigkeit und über den Streit, der fast die Leben zweier Menschen zerstört hätte, die sich sehr lieb haben. Es ist einer der schönsten Filme nach Astrid Lindgren, an dem einfach alles beeindruckt - angefangen bei der kleinen Räubertochter bis zu den überwältigenden Naturaufnahmen. Carl-Eric Norberg kommentierte: „In erster Linie ist es ein Film, der Freude macht. Wir werden eingeladen zu frohen Wanderabenteuern und trollischer Waldpoesie. Wir sehen nackte Räuber beim Winterbad und hören leicht satirische Ehestreite. Wir treffen das Licht des Frühlings und den Traum des Friedens."

   

Produktionsjahr: 1984

Länge: 121 Minuten, Farbe

 

 

Gute Nacht, Herr Landstreicher

Verleihnummer 4258209                        Standort: Waldshut-Tiengen


 Kurzspielfilm von Daniel Bergman nach einer Erzählung von Astrid Lindgren. Es ist Winter und kurz vor Weihnachten. Draußen liegt der Schnee schon sehr hoch und es ist bitterkalt. Die Eltern von Sven, Karl und Inga müssen für einen Tag verreisen. Und wie alle Eltern ermahnen sie ihre Kinder, auf dieses und jenes zu achten, kurzum: brav zu sein. Besonders wichtig ist ihnen der Hinweis, die Haustür gut verschlossen zu halten. Doch wie das so ist: Als Sven die Katze ins Haus lässt, vergisst er, den Türriegel vorzuschieben. Zum Schrecken der Kinder betritt kurze Zeit später ein fremder Mann das Haus. Er ist ziemlich schäbig gekleidet und macht einen ungepflegten Eindruck. Der Bitte, sich aufwärmen zu dürfen, widersprechen die Kinder in ihrem Schrecken nicht. Und nachdem die Wärme den Fremden ein wenig aufgetaut hat, entpuppt er sich als ein freundlicher Mensch mit vielen lustigen Ideen. Die Scheu der Kinder geht schnell verloren, als der Fremde kleine Kunststücke vormacht. Da kommen plötzlich Eier aus seinen Ohren und aus Glanzpapier entstehen tolle kleine Weihnachtsmänner. Schließlich isst man gemeinsam zu Abend. Als der neue Freund sich verabschiedet, sagt er: "Ich besuche euch wieder, wenn die Sonne eine bunte Zwiebel ist, und es in der Woche zwei Freitage gibt". "Gute Nacht, Herr Landstreicher", antwortet Sven und schließt die Tür hinter ihm, nicht ohne sorgfältig den Riegel vorzuschieben.

 


Tipps zu begleitenden Aktionen (Zusammengestellt vom Bundesverband Jugend und Film BJF)

Basteln von Weihnachtsschmuck

Im Film gewinnt Manfred (der Landstreicher) das Vertrauen der Kinder u.a. durch seine Fähigkeit zum Basteln. Dies kann mit Kindern gut nachgemacht werden: Figurenketten aus Glanzpapier, Weihnachtsbaumbehang u.s.w., wie es im Film vorgemacht wird.

Zaubern

Auch Zaubern gehört zum Repertoire von Manfred im Film. Kleine Zauberkunststücke können von Kindern erlernt werden. Die fertigen Tricks werden auf der Kinobühne präsentiert. Natürlich kann auch ein Zauberer engagiert werden, der die Kinder schon vor der Filmvorführung in seinen Bann zieht.
Ein Buchtipp: Martin Michalski, Doris Rübel: Zaubergeheimnisse für Kinder (Ravensburg, Otto Maier)

Verkleidungsaktion

Die Figur des Landstreichers ist für den Filmbetrachter mit extremen Emotionen besetzt: Auf der einen Seite ist er erschreckend, abschreckend, beängstigend, andererseits entpuppt er sich als freundlicher, phantasievoller, lustiger, teils auch ein wenig bedauernswerter Mensch.
Kinder können im Rollenspiel ihr Verhältnis zur Figur des Landstreichers klären. Durch Verkleiden wird ihnen dies spielerisch leicht fallen und vor allem Spaß machen.

Telefonieren

Besonders eindrucksvoll ist im Film die Telefonaktion des Landstreichers mit seinem Bruder in Amerika. Jüngere Kinder werden sich fragen, wie Manfred denn durch den Küchenherd telefonieren kann.
Ein bisschen von diesem Staunen ist vermittelbar, wenn man ein Schnurtelefon baut. Es ist ein faszinierendes Spielzeug. So baut man es:
 In den Boden von zwei Konservendosen mit einem Nagel ein kleines Loch schlagen. Durch die Löcher einen Bindfaden schieben und innen verknoten. Mit stramm gezogener Leine kann man dann telefonieren.

Themen: Advent/Weihnachten - Angst - Außenseiter - Freundschaft - Gehorsam – Kinderfilm
1.Gesprächspunkte: Wenn Kinder allein zu Hause sind - Freude oder Furcht? Warum nehmen die Kinder die Anweisung der Eltern nicht ernst? Kinder zwischen Gehorsam und Ungehorsam/Neugierde. Abenteuerliche Erfahrungen mit außergewöhnlichen Menschen. Wenn alles noch einmal gut gegangen ist.

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Produktionsjahr: 1988

Länge: 29 Minuten, Farbe

 

 

Polly hilft der Großmutter

Verleihnummer 4258210                    Standort: Waldshut-Tiengen und Bad Säckingen


 
Kurzspielfilm von Daniel Bergman nach einer Erzählung von Astrid Lindgren. Polly ist sieben Jahre alt und lebt bei ihrer Großmutter. Nichts ist für sie schöner, als den Geschichten der Großmutter zu lauschen. Besonders angetan hat es ihr die Geschichte, wie Großmutter sie eines Tages im Weidenkorb auf der Treppe fand und sie daraufhin bei sich aufnahm. Der Winter naht und damit auch die Weihnachtszeit. Wie alle Kinder, so fiebert auch Polly dem Fest entgegen. Ihr sehnlichster Wunsch ist, zu Weih nachten eine Puppe zu bekommen. Sie weiß auch genau welche. Im Schaufenster hat sie sie sitzen gesehen und sie auch schon einige Male probeweise im Arm getragen. Doch bevor das große Fest gefeiert wird, sollen - wie jedes Jahr - Karamellbonbons hergestellt und auf dem Markt verkauft werden. Großmutter kann das phantastisch und der Duft, der zu dieser Zeit aus der Küche kommt, ist unwiderstehlich. Doch alle Pläne müssen geändert werden, als Großmutter im Haus ausrutscht und ins Krankenhaus muss. Nachdem der erste Schrecken vergangen ist, macht Polly sich allein an die Arbeit. Sie stellt sich auf den Markt und verkauft die selbstgemachten Süßigkeiten. Zum Glück wird Großmutter zu Weihnachten aus dem Krankenhaus entlassen. Pollys Glück ist vollkommen, als sie am Heiligen Abend dann auch noch ihre Puppe bekommt.

 


Tipps zu begleitenden Aktionen (Zusammengestellt vom Bundesverband Jugend und Film BJF)

Karamellbonbons

Polly verkauft im Film zwar Zuckerstangen, aber Ähnliches kann man auch selber machen.

Das Rezept:
1/2 l Sahne
150 g Grümmel (dunkler Zucker)

Die Sahne mit dem Kandis zum Kochen bringen und unter Rühren einkochen lassen, bis die Masse hellbraun und dickflüssig ist. Auf ein geöltes Backblech oder geölte Alu-Folie gießen und abkühlen lassen. Bevor die Masse ganz auskühlt, in Würfel schneiden und dann restlos erkalten lassen. Die fertigen Bonbons schmecken den Kindern natürlich selbst am besten. Aber sie könnten auch, schön in Tüten verpackt, für einen sinnvollen Zweck verkauft werden (z.B. auf dem Weihnachtsmarkt).           


Kino für Alt und Jung


Da der Film ein Stück gemeinsames Leben eines alten Menschen mit einem sehr jungen beschreibt, bietet sich auch das Arrangieren eines gemeinsamen Filmerlebnisses an. Vor allem die Großeltern der Kinder sollten gemeinsam mit diesen den Film anschauen. Natürlich wäre auch eine Einladung z.B. an ältere Mitmenschen aus dem Stadtteil oder einem Seniorenheim schön. Nach dem Film werden Weihnachtsgeschichten von den Senioren vorgelesen oder Erinnerungen "von früher" weitergegeben. (Das Backen der Karamellbonbons kennen Oma und Opa sicher auch noch.)

Auch eine gemeinsame Verkaufsaktion von Karamellbonbons auf dem Weihnachtsmarkt macht Spaß.

 

Produktionsjahr: 1988

Länge: 29 Minuten, Farbe

 

 

Ferien auf Saltkrokan

Verleihnummer 4261658                         Standort: Waldshut-Tiengen


Im Mittelpunkt des Kinofilmes steht das Alltagsleben der jungen Bewohner der Insel Saltkrokan. Das aufgeweckte und verschmitzte Mädchen Tjorven ist zu allerhand Streichen aufgelegt. Jedes Jahr kommen zahlreiche Sommergäste auf die Insel. Dies führt manchmal zu Komplikationen, häufig jedoch zu gemeinsamen Abenteuern. Unter den immer wiederkehrenden Sommergästen gehört auch die Familie von Herrn Melker, der eine 19-jährige Tochter hat und drei jüngere Söhne. Malin, das junge Mädchen, ist nicht mehr daran interessiert, mit den übrigen Kindern zu spielen, sie hat sehr viel wichtigere Dinge zu tun und die kleinen Streiche der Jüngeren machen ihr nicht immer Spaß...

 Gute Kinderfilme sind selten. Hier ist einer, der das Gütesiegel Astrid Lindgren verdient hat. Ihre Vorlage wurde liebevoll und treffend auf Zelluloid gebannt.

   

Produktionsjahr: 1962

Länge: 92 Minuten, Farbe

 

 

Lotta, ein Weihnachtsbaum muss her

Verleihnummer 4261701                    Standort: Waldshut-Tiengen und Bad Säckingen


Kurzspielfilm nach einer Erzählung von Astrid Lindgren. Lotta ist fest davon überzeugt, dass sie alles kann, fast alles! Sie kann singen, pfeifen, den Haushalt in Ordnung halten, nur Slalom fahren, das kann sie nicht. Aber sie ist entschlossen, dies zu lernen. Die Mutter bittet sie, Tante Berg, die krank ist, zu besuchen. Sie gibt Lotta zwei Tüten, eine für Tante Berg und eine für die Mülltonne. Lotta fährt auf Skiern zu Tante Berg und wirft dabei die falsche Tüte in die Mülltonne. Als sie das bemerkt, ist der Jammer groß, aber Kalle Fransson, der Müllmann, hat die richtige Tüte gerettet. Zu Hause erwartet Lotta eine traurige Nachricht. Der Vater hat keinen Weihnachtsbaum mehr bekommen, alle waren ausverkauft. Da greift Lotta ein ...

        

Produktionsjahr: 1993

Länge: 24 Minuten, Farbe

 

 

Allerliebste Schwester

Verleihnummer 4262818                        Standort: Waldshut-Tiengen


Kurzspielfilm nach einer Erzählung von Astrid Lindgren. Die ungefähr 11jährige Barbro ist manchmal traurig wegen ihrer Familie: Die Mutter liebt den jüngeren Bruder viel mehr als sie, die Eltern wollen ihr den sehnlichsten Wunsch - einen Hund als Freund zu haben - nicht erfüllen. Aber sie hat für sich eine Traumwelt entdeckt, die ihr hilft, sich dem Familienalltag zu entziehen. Neben dem Rosenbusch im Garten ist ein Loch. Sie stellt sich vor, wie sie hineinschlüpft und durch dunkle Höhlen in den lichten Garten "ihrer Zwillingsschwester" kommt, dem einzigen Menschen, der nur für sie da ist. Gemeinsam machen sie auf Pferden einen Ausflug in ein zauberhaftes Tal. Doch als es am schönsten ist, eröffnet ihr "die Schwester", dass sie tot sein wird, wenn die Rosen verblüht sind. Tieftraurig eilt sie nach Hause und geht gleich ins Bett. Am nächsten Morgen ist ihr Geburtstag, und sie wird von einer feuchten Schnauze geweckt, die zu dem jungen Hund gehört, den ihr die Eltern schenken. Draußen im Garten sind die Rosen welk, doch sie wird jetzt trotzdem nicht wieder allein sein.

Themen: Familie Freundschaft Ich-Entwicklung Kind Kinderfilm 1 Natur/Schöpfung Tiere. Gesprächspunkte: Kinderwünsche. Märchen, Phantasie und Wirklichkeit. Ein Tier zum Freund, zur Freundin haben. Wünsche und Träume von Kindern wahrnehmen.

Ab 6 Jahren. Regie : Göran Carmback. Buch : Astrid Lindgren.

Produktionsjahr: 1988

Länge: 24 Minuten, Farbe

 

 

Weihnachtsferien in Bullerbü

Verleihnummer 4263071                    Standort: Waldshut-Tiengen und Bad Säckingen


 Kurzspielfilm nach dem Buch "Neues von uns Kindern aus Bullerbü" von Astrid Lindgren. Erzählt werden Episoden aus dem Leben der Kinder in Bullerbü in der Weichnachtszeit: Weihnachtsbacken, Heiligabend, Silvester, Eislaufen auf dem zugefrorenen See.     
 Die Geschichte erzählt von einer heilen Welt in einer früheren Zeit: Gezeigt werden die Weihnachtsvorbereitungen in der Familie von Lasse, Bosse und Lisa. Am Weihnachtsabend werden Geschenke ausgetauscht, die Weihnachtsgeschichte vorgelesen und um den Weihnachtsbaum getanzt. Im Pferdeschlitten wird Tante Jenny besucht. Dort tollen die Kinder im Obergeschoss des Hauses herum und lassen sich immer neue Spiele einfallen. Nicht nur einem der Kinder graut vor dem Heringsalat Tante Jennys. Beim Eislaufen bricht Lasse ins Eis des kleinen Sees hinter dem Haus ein. Gemeinsam gelingt es den Kindern, ihn wieder aus dem Wasser zu ziehen. Am Silvesterabend wollen die Kinder den Wechsel des Jahres erleben. Sie gießen Blei und deuten die Figuren. Trotz großer Aufmerksamkeit haben sie dann das Neue Jahr nicht kommen sehen ...

Gesprächspunkte: Weihnachten damals und heute. Ferien bei Verwandten. Sich in Gefahr befinden. Silvesterbräuche.

Ab 6 Jahren. Produktion : Svensk Filmindustri/Taurus Film im Auftrag des ZDF, Schweden 1987.

Regie : Lasse Hallström. Buch : Astrid Lindgren nach ihrem Buch "Mehr von uns Kindern aus Bullerbü".

      

Produktionsjahr: 1987

Länge: 23 Minuten, Farbe

 

 

Lotta, Schokoladenweihnachtsmänner zu Ostern

Verleihnummer 4268916                    Standort: Waldshut-Tiengen und Bad Säckingen


 
Kurzspielfilm nach einer Erzählung von Astrid Lindgren. Die kleine Lotta ist fest davon überzeugt, dass sie alles kann! Fast alles! Mit ihren beiden Geschwistern, Mia und Jonas, aber auch alleine, geht Lotta oft auf Abenteuer aus. Doch manchmal hat Lotta auch Kummer, zum Beispiel wenn es keine Ostereier mehr zu kaufen gibt. Lotta besucht ihren Freund Vasilis, bei dem sie immer Süßigkeiten kauft. Aber der Laden ist leer, den Vasilis kehrt in seine Heimat nach Griechenland zurück. Lotta ist darüber sehr traurig und weint. Zum Trost schenkt ihr Vasilis ein ganzes Sortiment von Schokoladen-Weihnachtsmännern und Tannenzapfen. Lotta versteckt sie im Schuppen von Tante Berg. Als Lotta, Mia und Jonas - als Hexen verkleidet - die übliche Ostertour machen und nur einen Apfel erhalten und Lottas Vater keine Ostereier mehr bekommt, dekoriert Lotta in der Nacht zum Ostersamstag den Garten mit Schokoladen-Weihnachtsmännern und Tannenzapfen, denn in Schweden suchen die Kinder am Samstagmorgen Ostereier. Ostern ist gerettet!

   

Produktionsjahr: 1993

Länge: 23 Minuten, Farbe

 

 

Pippi Langstrumpf in der Südsee

Verleihnummer 4268054                    Standort: Waldshut-Tiengen und Bad Säckingen


 
Kapitän Langstrumpf kommt zur Villa Kunterbunt, um seine Tochter mit seinem Schiff nach Taka-Tuka-Land zu nehmen und sie dort als Prinzessin vorzustellen. Natürlich müssen Kleiner Onkel, Herr Nilsson, Tommy und Annika Pippi begleiten. Außerdem schleichen sich die Ganoven Donner-Karlsson und Bloom mit an Bord. Ein Piraten-Angriff ist nur eines von vielen Abenteuern, die Pippi und ihre Freunde bestehen müssen.

Zweiter Kinotrickfilm mit der von Astrid Lindgren erfundenen, aufgeweckten Kinderheldin. In der gleichen erfolgsträchtigen Produzentenkombination (u.a. Michael Schaacks Trickompany) wie der erste, der mehr als eine Mio. Zuschauer in die deutschen Kinos lockte, legte man nun den zweiten nach.


Regie: Paul Riley
Land: Schweden/Deutschland
Genre: Zeichentrick

 

Produktionsjahr: 1999

Länge: 80 Minuten, Farbe

 

 

 

Weitere Verfilmungen von Astrid Lindgren im Fernverleih über das Landesmedienzentrum (Standort Karlsruhe)

4251236

Pippi geht von Bord

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Pippi außer Rand und Band

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Pippi in Taka-Tuka-Land

4253511

Mio mein Mio

 

Astrid Lindgren erzählt über sich selbst ...

"... Lassen Sie mich mit meinen Lebensstationen beginnen, da in der Regel alle danach fragen. Alles begann so: Im November 1907 erblickte ich in einem alten, roten Haus, das von Apfelbäumen umgeben war, das Licht der Welt. Ich wurde als zweites Kind des Landwirts Samuel August Ericsson und seiner Frau Hanna, geb. Jonsson, geboren. Der Hof, auf dem wir lebten, hieß - und so heißt er noch heute - Näs, und er liegt ganz in der Nähe einer kleinen Stadt in Småland namens Vimmerby. Näs ist seit 1411 Pfarrhof, und so ist es immer noch. Mein Vater war allerdings kein Pfarrer, sondern nur Pfarrhofpächter auf Näs - wie sein Vater vor ihm und sein Sohn nach ihm.

In dem roten Haus - im 18. Jahrhundert Pfarrhof, später Pächterhaus - wurden noch zwei weitere Kinder geboren. Wir waren also vier Geschwister: Gunnar, Astrid, Stina und Ingegerd. Wir lebten ein glückliches Bullerbü-Leben auf Näs - im Grunde genau wie die Kinder in den Bullerbü-Büchern. Wir gingen in Vimmerby zur Schule, die nur eine Viertelstunde entfernt war. Aber wie auch die Bullerbü-Kinder wurden wir irgendwann einmal erwachsen, und es wurde Zeit, in die Welt hinauszuziehen. Ich ging nach Stockholm und machte eine Ausbildung als Sekretärin. Ich bekam dort eine Anstellung, heiratete und bekam zwei Kinder - Lars und Karin. Die beiden wollten immer, dass ich ihnen Geschichten erzähle.

Und ich erzählte Geschichten. Doch ich schrieb keine Bücher, nein. Denn ich hatte schon früh beschlossen, dies nicht zu tun. Die meisten Menschen, die nie Bücher schreiben, fassen vermutlich keine förmlichen Beschlüsse, dies nicht zu tun. Ich jedoch fasste so einen Beschluss.

Als ich zur Schule ging, bekam ich immer zu hören „du wirst bestimmt mal Schriftstellerin, wenn du groß bist". Und einmal wurde ich sogar ein wenig spöttisch „Vimmerbys Selma Lagerlöf" genannt. Ich glaube, das hat mir Angst gemacht. Und ich habe mich nicht getraut, zu schreiben, obwohl ich irgendwo tief in mir 'drin spürte, dass mir das Schreiben Spaß machen könnte. Doch diese Frage kehrt immer wieder: Wie kam es eigentlich, dass Sie anfingen zu schreiben? Und daher möchte ich erzählen, wie alles begann, obwohl ich dies schon so furchtbar oft getan habe.

1941 lag meine 7-jährige Tochter Karin mit einer Lungenentzündung im Bett. Jeden Abend, wenn ich an ihrem Bett saß, quengelte sie auf typisch kindliche Art: „Erzähl' mir was!" Und als ich sie eines Abends ziemlich erschöpft fragte: „Was soll ich dir denn erzählen?", da antwortete sie: „Erzähl' mir was von Pippi Langstrumpf!" Sie hatte den Namen gerade in dem Augenblick erfunden. Ich fragte sie nicht, wer Pippi Langstrumpf war, sondern fing einfach an zu erzählen. Und da dies ein so komischer Name war, bekam auch das Mädchen eigenartige Züge. Karin und später auch ihre Spielkameraden zeigten von Anfang an eine bemerkenswerte Zuneigung für Pippi. Ich musste immer und immer wieder von Ihr erzählen. Und das ging mehrere Jahre so weiter.

Eines Tages im März 1944 schneite es in Stockholm. Als ich am Abend am Vasapark entlang ging, lag auf dem Bürgersteig Neuschnee, darunter jedoch eine glatte Eisschicht. Ich rutschte aus und verstauchte mir den Fuß so stark, dass ich eine Zeit lang das Bett hüten musste. Um mir die Zeit zu vertreiben, fing ich an, die Pippi-Geschichten in Steno aufzuschreiben. Seit meiner Bürozeit bin ich gut im Stenografieren, und noch heute schreibe ich meine Bücher zunächst als Stenogramm.

Im Mai 1944 wurde Karin 10 Jahre alt. Da kam mir die Idee, die Pippi-Erzählung ins Reine zu schreiben und ihr das Manuskript zum Geburtstag zu schenken. Und dann beschloss ich, eine Kopie an einen Verlag zu schicken. Nicht, weil ich auch nur eine Sekunde lang glaubte, dass sie die Erzählung in Buchform herausgeben würden. Nein, einfach nur so! Da Pippi mich selbst auch sehr bewegt hat, schloss ich meinen Brief an den Verlag folgendermaßen: „In der Hoffnung, dass Sie nicht das Jugendamt alarmieren". Denn ich hatte ja selbst zwei Kinder, und was sollte aus denen werden - mit einer Mutter, die solche Bücher schrieb!

Genau wie ich es mir gedacht hatte, bekam ich das Manuskript zurück. Doch während ich darauf wartete, schrieb ich ein weiteres Buch. Denn jetzt hatte ich festgestellt, wie viel Spaß das Schreiben macht. Es war ein Mädchenbuch mit dem Titel „Britt-Mari lättar sitt hjärta" („Britt-Mari erleichtert ihr Herz"). Dieses Buch schickte ich an den Verlag Rabén & Sjögren, der 1944 einen Mädchenbuchwettbewerb ausgeschrieben hatte. Und dann geschah etwas Denkwürdiges. Ich erhielt den zweiten Preis in dem Wettbewerb. Nie war ich wohl glücklicher als an diesem späten Herbstabend 1944, als ich die freudige Nachricht erhielt. Im folgenden Jahr, 1945, veranstaltete derselbe Verlag einen Wettbewerb zum Thema Kinderbücher. Ich schickte das Pippi-Manuskript in etwas umgearbeiteter Form ein ... und gewann den ersten Preis!

Da war der Stein ins Rollen gekommen. Pippi wurde ein Erfolg, obwohl es natürlich auch Leute gab, die das Buch schockierend fanden und glaubten, dass sich in Zukunft alle Kinder so aufführen würden wie Pippi. „Kein normales Kind isst beim Kaffeekränzchen eine ganze Torte auf", schrieb jemand entrüstet. Und das stimmt ja auch. Ein normales Kind hebt aber auch kein Pferd hoch. Doch wer dazu in der Lage ist, kann vielleicht auch eine ganze Torte verdrücken.

1946 veranstaltete Rabén & Sjögren einen neuen Wettbewerb. Diesmal ging es um Detektivgeschichten für Jugendliche. Da schrieb ich „Kalle Blomkvist" und bekam dafür einen geteilten ersten Preis. Das war das letzte Mal, dass ich an einem Wettbewerb teilnahm. Doch geschrieben habe ich weiter. An die 40 Bücher, daneben unzählige Bilderbücher sowie einige Theaterstücke und Lieder. Auch mehrere Filme, Radio- und TV-Serien habe ich gemacht. Von 1946 bis 1970 war ich Leiterin der Kinderbuchabteilung bei Rabén & Sjögren.

Seit 1952 bin ich Witwe. Meine beiden Kinder sind verheiratet, mein Sohn ist jedoch im Sommer 1986 gestorben. Ich habe sieben Enkelkinder und acht Urenkel. Ja, ja, all dies wollen ja die meisten von mir wissen.

Die bisherigen Fragen ließen sich relativ leicht beantworten. Schwieriger wird es dann schon, wenn Fragen anderer Art kommen: Was beabsichtigen Sie mit Ihren Büchern? Welche Message wollten Sie mit der Figur der Pippi Langstrumpf 'rüberbringen? Wie kann man Kinder mit Hilfe von Kinderbüchern beeinflussen und erziehen? Wie muss ein gutes Kinderbuch sein? Und so weiter, und so weiter.

Darauf möchte ich nur antworten, dass ich überhaupt nichts beabsichtige. Weder bei Pippi noch bei sonst einem Buch. Ich schreibe, um das Kind in mir selbst zu unterhalten und hoffe, dass auf diese Weise auch andere Kinder ein wenig Spaß haben. Ich weiß nicht, wie ein gutes Kinderbuch sein soll. Aber warum fragt eigentlich niemand, wie ein gutes Buch für Erwachsene aussehen soll? Ich bemühe mich, beim Schreiben im künstlerischen Sinne „aufrichtig" zu sein. Das ist meine einzige Richtschnur. „Warum schreiben Sie eigentlich nie ein Buch über ein Scheidungskind in Farsta zum Beispiel", hat mich mal jemand gefragt. Und darauf kann ich nur antworten: Ich kann nur über etwas schreiben, das ich selbst kenne. Ich weiß nicht, wie es ist, Scheidungskind in Farsta zu sein. Wahrscheinlich läuft in Farsta gerade ein Kind herum, das später einmal darüber schreiben wird.

Haargenau weiß ich selbst nur, wie es ist - oder besser gesagt, wie es war - ein Bauernkind in Småland und ein Kind in einer Kleinstadt zu sein. Daher spielen die meisten meiner Bücher in diesen Umgebungen. Die Kinder von Bullerbü, Michel von Lönneberga, Rasmus und die Sunnanäng-Kinder wohnen auf dem Lande. Pippi Langstrumpf, Kalle Blomkvist, die Kinder aus der Krachmacherstraße und Madita dagegen leben in einer Kleinstadt. Erst nachdem ich etwa 30 Sommer in den Stockholmer Schären verbracht hatte, wagte ich mich an ein Buch, das dort spielt - Ferien auf Saltkrokan. Und Karlsson vom Dach fliegt ja im Stockholmer Stadtteil Vasastan umher. Diese Gegend kenne ich auch gut, denn schließlich habe ich 60 Jahre dort gelebt. Doch wie sieht es mit Mio, mein Mio, den Brüdern Löwenherz und Ronja aus? Weiß ich mehr über das „Land in der Ferne", über Nangijala und den Mattiswald als über den Stockholmer Vorort Farsta? Die Antwort lautet: Ja, das tue ich. Doch woher ich das weiß, verrate ich nicht.

Oft werde ich auch gefragt, ob ich von meinen eigenen Kindern und Enkeln beim Schreiben inspiriert werde. Und darauf kann ich nur antworten, dass das Kind, das ich einst war, das einzige ist, das mich inspirieren kann. Man muss gar keine eigenen Kinder haben, um Kinderbücher schreiben zu können. Man muss nur selbst einmal Kind gewesen sein - und sich dann erinnern können, wie das ungefähr war.

Wie gesagt: Ich versuche nicht bewusst, die Kinder, die meine Bücher lesen, zu erziehen oder zu beeinflussen. Doch hoffe ich, mit meinen Büchern ein ganz klein wenig zu einer menschenfreundlichen, lebensbejahenden und demokratischen Grundeinstellung der Kinder beitragen zu können. Schließlich muss es auch Bücher geben, die nichts anderes als reines Leseerlebnis vermitteln möchten. „Danke, dass Sie eine düstere Kindheit erhellt haben", stand auf einem kleinen Zettel, den mir eine unbekannte Frau einmal zusteckte. Das reicht mir. Wenn ich auch nur eine einzige düstere Kindheit erhellen konnte, bin ich zufrieden...."

Text: Rabén & Sjögren Bokförlag

 

WEITERFÜHRENDE LINKS

Astrid Lindgrens Welt
http://www.astridlindgrenswelt.com/

Astrid Lindgren: Daten aus ihrem Leben
http://als-ob.de/lindgren.htm

Liste von Verfilmungen nach Büchern von Astrid Lindgren
http://www.prisma-online.de/tv/person.html?pid=astrid_lindgren

http://efraimstochter.de/

http://www.astridlindgrenswelt.com/

http://als-ob.de/lindgren.htm

http://www.fernsehserien.de/fs.php3?sendung=2734

Astrid Lindgren (by Drusie Shehan)
http://falcon.jmu.edu/~ramseyil/lindgren.htm

Astrid Lindgren (newsgroup englisch) - Biographie, Buchauszüge, Fotos
http://www.interlog.com/~wings/jane/a_lindgren/a_lindgren.html

Astrid Lindgren (Lebensdaten englisch)
http://www.interlog.com/~wings/jane/a_lindgren/dates.html

 

 

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