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Jeden Tag wird der Körper des Menschen zum
Tatort eines spannenden Thrillers. Angreifer aus der Welt der Mikroben
liefern sich mit unserem Abwehrsystem Gefechte auf Leben und Tod.
Normalerweise gewinnen wir diesen Kampf, der meist unbemerkt im Verborgenen tobt.
Erst wenn Erreger wichtige Verteidigungslinien durchbrechen, alarmieren uns
Krankheitszeichen.
Neu: Tatort Mensch wird nun auch für den bilingualen
Unterricht in englischer Sprachfassung angeboten und es gibt ein CD-ROM Multimedia-Paket. |
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Datum /
Uhrzeit: Mittwoch, 03.12.2003 / 14:30 bis 18:30 Uhr mit anschließendem
gemeinsamen Abendessen (optional) Donnerstag,
04.12.2003 / 14:30 bis 17:00 Uhr |
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Zielgruppe: Lehrkräfte der
Sekundarstufe – Biologie / Naturwissenschaften |
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Ort: Computerraum und Fachräume der GHS
Höchenschwand |
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Teilnehmerzahl:
Max.
30 Personen |
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Referenten: Hanspeter Hauke, SWR / Christoph Ammon, LMZ Stuttgart / Rudolf Schöps, KMZ Waldshut / Arno Wagner, GHS Höchenschwand |
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E-Mail-Kontakt: kreismedienzentrum-wt@landkreis-waldshut.de |
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In allen Biologie-Lehrplänen und für verschiedene Klassenstufen wird die Behandlung von "Grundlagen der Immunbiologie" gefordert, allerdings in sehr unterschiedlichem Umfang. Im Bildungsplan für die Gymnasien in Baden - Württemberg z.B. ist dem Thema in den Grund- und Leistungskursen ausdrücklich eine eigene Lehrplaneinheit gewidmet: Den Schülerinnen und Schülern sollen die vielfältigen Fähigkeiten des menschlichen Immunsystems aufgezeigt werden, das eine unvorstellbar große Zahl verschiedener hochspezialisierter Antikörper bilden kann. Dabei wird ihnen die Bedeutung des Immunsystems bewusst. Insbesondere sollen nach einem Überblick die Immunzellen und ihre Aufgaben vorgestellt werden. Der Ablauf einer humoralen Immunreaktion, die Aktive Immunisierung, Transplantationen und die Bluttransfusion sind zu behandeln. HIV - Infektion und AIDS sind weitere verpflichtende Inhalte; Allergien und die Entstehung von Tumoren sind Zusatzthemen. Bereits wenn in einer Klasse der Sekundarstufe I alle Mädchen zur Impfung gegen Röteln eingeladen werden, sollte die Aktive Immunisierung erstmals Thema sein. In der siebten Klasse sieht der Lehrplan eine erste Besprechung der HIV - Infektion vor. Die Reihe "Tatort Mensch" gibt den Lehrerinnen und Lehrern vielfältiges Material an die Hand, um als ganzes - selbstverständlich fraktioniert dargeboten - in der Oberstufe eingesetzt zu werden, oder nach Bedarf in kleineren Ausschnitten in den anderen Klassenstufen. Über die erfolgreiche Bekämpfung der Pocken durch gezielte Impfung ist es leicht, den Erfolg und deshalb die Bedeutung vorbeugender Impfung aufzuzeigen. Da die Krankheitszeichen von Kinderlähmung (Poliomyelitis) im Film nicht nur in historischen Aufnahmen gezeigt werden, sondern auch ein Mann vorgestellt wird, der schwer unter den Folgen einer Impfung zu leiden hat, die an seinem Patenkind vorgenommen worden war, wird den Schülerinnen und Schülern einsichtig, dass Impfungen zwar keinen hundertprozentigen Schutz bieten, dass sich aber bei richtiger Beratung und beim richtigen Zeitpunkt der Impfung (® Impfkalender) das Risiko für jeden einzelnen minimieren lässt. Durch Aufklärung kann man so der Impfmüdigkeit entgegenwirken. Wenn der Impfschutz in der Bevölkerung abfällt - die Grenze liegt bei ungefähr 80 bis 85 Prozent für den Durchimpfungsgrad -, dann muss man damit rechnen, dass es früher oder später zu einer kleinen oder auch größeren Epidemie kommt. Mit entsprechenden Zahlen, die teils in den Filmen genannt werden, teils im zusätzlichen Material und - aktualisiert - im Internet zu finden sind, muss auf den notwendigen - leider nicht immer zur Verfügung stehenden - vorbeugenden Impfschutz bei Fernreisen hingewiesen werden. Bei AIDS ist die Situation anders: Bis heute gibt es keine Medikamente, die heilen, und es gibt keine wirksame Impfung, auch wenn neuere Forschungsergebnisse beachtliche und hoffnungsfördernde Fortschritte melden. Aufklärung und Vorsorge sind bis jetzt die einzig sicheren Maßnahmen gegen die Verbreitung des todbringenden HI - Virus. Bei der Prävention ist die Schule in besonderem Maße gefordert. Sie muss - der jeweiligen Klassenstufe angepasst - Sachwissen vermitteln, wobei die Übertragungswege im Vordergrund stehen sollten. Darauf aufbauend lassen sich Maßnahmen zur Infektionsverhinderung besser begründen und verstehen. Es ist wichtig, dass die Biologielehrerin und der Biologielehrer bei der Einheit "Immunologie" mit den Kolleginnen und Kollegen anderer Fächer zusammenarbeiten. Neben der Biologie, welche hauptsächlich die biologischen, medizinischen und hygienischen Gesichtspunkte behandelt, hat die Problematik in den Fächern Religion und Ethik ihren Platz. Psychosoziale Fragestellungen, der Umgang mit Betroffenen, gesellschaftliche Vorurteile, die Homosexualität und die Frage des Schuldigwerdens sind wesentliche Gesichtspunkte. Auch die zum Teil unterschiedlichen Situationen in Afrika und Asien und der "Sextourismus" dürfen nicht ausgespart werden. Verbesserte Bildungschancen, weiterentwickelte soziale Verhältnisse, der Kampf gegen die Armut bringen Erfolge in der Bekämpfung von AIDS. Medikamente alleine vermögen die Infektionskrankheiten nicht zu besiegen! Man sollte dabei nicht vergessen, dass andere Infektionskrankheiten weltweit weitaus mehr Todesopfer fordern als AIDS. Die Tuberkulose belegt dies eindrucksvoll, und gerade an diesem Beispiel lässt sich der übertriebene Einsatz von Antibiotika darlegen, der zur Resistenz zahlreicher Erreger maßgeblich beigetragen hat. Bei jeder Urlaubsreise können sich Menschen mit Malaria oder weiteren Krankheitserregern infizieren. Neben der Darstellung der Infektionsgebiete (® Karten im Internet - hierzu bietet sich fächerverbindendes Arbeiten zusammen mit der Erdkunde geradezu an), der Behandlung des Wirtswechsels und des Vermehrungszyklus von Malaria müssen die Malariaprophylaxe, aber auch hier der Hinweis auf Resistenzen, einen Platz haben. Im Englischunterricht können Originaltexte gelesen werden, der Bericht Jenners über seine erste Impfung zum Beispiel oder Texte aus dem Internet, Berichte der WHO über tropische Infektionskrankheiten, Leishmaniose z.B. und vieles andere mehr. Erneut ist die Zusammenarbeit mit den Religions- und Ethiklehrern zu fordern, wenn es um ethische und religiöse Fragen der Organtransplantation geht. Ein Projekt Organtransplantation bei Projekttagen oder ein Seminarkurs auf der gymnasialen Oberstufe zur Thematik könnten aus der Zusammenarbeit erwachsen. Transplantierte Menschen erzählen im Film von ihren Empfindungen und Erfahrungen. Hierauf kann man jederzeit zurückgreifen, denn viele Transplantierte bleiben lieber in der Anonymität. Autoimmunerkrankungen kommen als Ursache für eine ganze Reihe von, in der Bevölkerung verbreiteten, Krankheitsbildern in Frage. Allergien haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Auch davon sind viele Schulkinder betroffen. Beide Themen müssen demnach ihren Platz im Unterricht haben. Es ist wichtig, dass auch die Kehrseite des menschlichen Abwehrsystems gezeigt wird, die sich gegen körpereigene Organe richtet oder über das ihr ursprünglich gesteckte Ziel hinausschießt. Wie bei anderen Teilgebieten der Immunologie sollte die Biologie der psychosozialen Aspekte wegen auch hier die Zusammenarbeit mit Fächern wie Religion, Ethik und Deutsch suchen. Die Filme stellen eine Reihe von betroffenen Personen vor. Ausschnitte können deshalb in verschiedenen Klassenstufen sinnvoll eingesetzt werden, um den Schülerinnen und Schülern den Zugang zu den zu besprechenden Krankheiten zu erleichtern und betroffenen Schülerinnen und Schülern die Identifikation zu ermöglichen, damit sie so in den Klassen und Kursen eher über eigene Erfahrungen sprechen können. Gerade
an diesen Beispielen können auch die intensive Forschung im Rahmen der
Immunologie dargestellt und mit den Schülerinnen und Schülern neue Ansätze
für denkbare Therapien erörtert werden. |